
|
|
|||
|
|

Deutsch - Rechtschreibung/Grammatik
Kommasetung
Grundsätzlich gilt, dass die Kommas weiterhin so gesetzt werden können wie bisher.
Im einfachen Satz
1.
Aufzählungen werden durch Komma getrennt, außer wenn sie durch „und“, “oder“
oder
„sowie“ verbunden werden.
Wir gehen gern wandern, schwimmen und ins
Kino.
2. Die
betonte Anrede wird in Kommas eingeschlossen.
Wir laden Sie, Frau Müller, herzlich zu
dieser Feier ein.
3. Vor
entgegenstellenden Konjunktionen steht ein Komma.
Wir schreiben diese Arbeit nicht am
Mittwoch, sondern erst am Freitag.
4. Die
nachträglich Einleitung, eingeleitet durch „wie z.B., und zwar, besonders...“
wird durch Kommas eingeschlossen.
Ich esse gern Obst,
besonders Äpfel.
5. Die
Apposition wird von Kommas
eingeschlossen.
(Sie stimmt in Fall, Zahl
und Geschlecht mit dem Beziehungswort überein.)
Wie haben die Zugspitze, den höchsten Berg
Deutschlands, gesehen.
6.
Infinitiv- und Partizipgruppen
Partizipgruppenwerden nur noch durch ein Komma abgetrennt oder
zwischen Kommas eingeschlossen, wenn die Gliederung des
Satzes verdeutlicht oder
Missverständnisse vermieden
werden sollen.
Mit
Karte und Kompass aufs Beste ausgerüstet(,) wanderten sie in die
Berge.
Infinitivgruppen
(erweiterter Infinitv mit "zu")
müssen duch ein Komma (in der Satzmitte
durch 2
Kommas) vom Satz abgetrennt werden.
Sie erinnerte ihn daran, die Post
zu holen. Die Weinfreunde, ohne sich zu besinnen, nahmen die
Einladung
an. Sie gingen, ohne sich von uns zu verabschieden. Ohne sich von uns zu
verabschieden,
gingen sie.
7.
Bei Zeit- und Datumsangaben in Beisätzen ist das Komma
freigestellt.
Wir treffen uns Montag, den 12.07.2000(,) bei uns im
Garten. Kommt bitte
am Dienstag,
dem 15.08.2000 15.00 Uhr(,) zu uns.
8. Nach herausgehobenen Satzteilen,
wenn sie erneut aufgenommen werden, steht ein Komma.
Dieses Spiel
, das gefällt mir am besten. Deinen Bruder, den kenne
ich.
9. Interjektionen werden durch Kommas vom Satz abgetrennt, wenn
sie besonders hervorgehoben werden sollen. Das gilt auch für Bejahungen und Verneinungen.
Pfui, ist das eklig. Nein, das geht
nicht.
Im zusammengesetzten Satz
1. Hauptsätze
werden durch Komma getrennt.
Ich freue mich auf den Sommer,
denn ich gehe gern ins Freibad schwimmen.
Das Komma
kann zwischen Hauptsätzen, die mit „und/oder“ verbunden sind,
entfallen.
(Man könnte sich merken: Werden Sätze
durch ‚und/oder“ verbunden, wird kein Komma gesetzt.)
Die
Kinder spielen auf der Straße(,)und die Erwachsenen sitzen im Garten. Kommt der
Schulleiter(,)
oder kommt seine
Stellvertreterin? Wir gehen morgen ins Kino(,)und am Sonnabend gehen wir ins
Theater.
2. Haupt- und Nebensatz werden durch Komma getrennt.
Ich freue mich auf den Sommer, weil ich
gern ins Freibad schwimmen gehe.
Werden Nebensätze
mit "und/oder" verbunden, darf k e i n Komma gesetzt werden.
3. Nebensätze unterschiedlichen
Grades werden durch Komma getrennt.
Nebensätze gleichen Grades
werden durch Komma getrennt, außer wenn sie
mit „und/oder“ verbunden sind.
Ich hoffe, dass ihr die Abschlussprüfungen, die kurz bevorstehen, gut
bewältigt.
Ich hoffe,
dass ihr die Prüfungen gut bewältigt und dass ihr eine Lehrstelle
erhaltet.
Ich hoffe,
dass ihr die Prüfungen gut bewältigt, dass ihr eine Lehrstelle erhaltet und dass
ihr danach
Arbeit
findet.
![]()