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Deutschland
Das Zittauer Gebirge                        
 

 

Das Zittauer Gebirge, auch Lausitzer Gebirge genannt, ist Teil der Sudeten, welche sich über ein Gebiet von Deutschland, Tschechien und Polen erstreckt. Die Sudeten gliedern sich in mehrere Teilgebiete und ziehen sich in Norwest-Südost-Richtung vom Elbtal über das Zittauer Gebirge zur mährischen Pforte. Die M. P. liegt zwischen den Sudeten im Nordwesten und den Karpaten im Osten in einer Senke, die von den Flusstälern der Betschwa (dt. hist., tschech. Becva) und der Oder gebildet wird. Sie verbindet Mähren mit dem Schlesischen Tiefland (dt. hist., poln. Nizina Slaska).
Dabei bildet das Isergebirge die Verbindung zwischen dem Riesengebirge und dem Zittauer Gebirge. Der höchste Berg, der Iser (1.127 m), gibt diesem Gebirge seinen Namen.
Im südöstlichen Zipfel Sachsens, am Dreiländereck zu Tschechien und Polen, lädt eine abwechslungsreiche Mittelgebirgslandschaft zu unbeschwerter Erholung ein, das Zittauer Gebirge. Hier sind die Lausche (793 m) und der Hochwald (750 m) die höchsten Berge. Stärker als im Elbsandsteingebirge sind hier die Einflüsse des tertiären Vulkanismus ausgeprägt: Starke Verkieselung vor allem im Nordteil des Gebirges und häufiges Vorkommen von Eisenrinden im ganzen Gebiet verleihen dem Sandstein besondere Härte und Schärfe. Die starke Rotfärbung des Felsens, besonders im Oybiner Gebiet, rührt von einer starken Durchsetzung mit Eisenoxidhydrat her. Granitene Bergrücken, vulkanische Kuppen, markante Sandsteinberge und malerische Täler verleihen dieser Landschaft ein unverwechselbares Antlitz.
Das Zittauer Gebirge ist ein besonderes Kleinod. Fabelhafte Sandsteinfelsen und eine urwüchsige Natur sind der besondere Reiz des kleinsten deutschen Mittelgebirges.  

Das gesamte Zittauer Gebirge ist Landschaftsschutzgebiet. Zahlreiche einzelne Felsgebilde, darunter auch Kletterfelsen, stehen als Naturdenkmale unter besonderem Schutz (Kelchstein, Große und Kleine Orgel, Nonnenfelsen u.a.). Südlich von Jonsdorf befindet sich das Naturschutzgebiet "Jonsdorfer Felsenstadt", das bis zur Staatsgrenze reicht.
Der Sandstein des Gebirges ist wie der des Elbsandsteingebirges eine Ablagerung des nordböhmischen Kreidemeeres aus dem Mittel- und Oberturon. Im Westteil des Gebietes von Jonsdorf findet man auch die geologisch jüngeren Schichten des Coniac. In der Beschaffenheit des Gesteins bestehen jedoch Unterschiede. Nur in einem begrenzten Gebiet findet man den normalen, mittelkörnigen Sandstein, während grobkörniger, geröllreicher Sandstein den größten Raum einnimmt. Teils sind die Gerölle, fast ausschließlich Quarz, in schwachen, gegen Sandstein abgegrenzten Bändern geordnet, teils sind sie gleichmäßig, ohne scharfe Begrenzung im mittel- oder grobkörnigen Sandstein eingelagert.
Die Dörfer der Oberlausitz zeichen sich durch die Ursprünglichkeit ihrer Umgebindehäuser aus, einer Volksbauweise aus dem 17. bis 19. Jh. In deren einzigartiger Gestalt wiederspiegeln sich der Fleiß und die Heimatliebe der Oberlausitzer, eines bodenständigen und wirklich gastfreundlichen Menschenschlages. Die Landschaft ist reich an kulturhistorischen Sehenswürdigkeiten, Museen/Burgen, traditionellem Handwerk und bietet vielfältige Möglichkeiten zur Gestaltung erlebnisreicher Ferientage. Zahlreiche touristische Grenzübergänge ermöglichen interessante Ausflüge zu böhmischen Burgen und Schlössern, ins Riesengebirge und nach Prag (100 km).

 

 

 

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