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Deutschland
Schwedt                        
 

 

Schwedt ist eine Stadt in Brandenburg (Landkreis Uckermark). Die Stadt liegt an der Oder, hat hier auch einen Hafen. Schwedt liegt südwestlich von Stettin. Sie steht auf 76 qkm, in Schwedt leben jetzt etwa 42 800 Einwohner. Papierfabrik, Bauindustrie; Erdölraffinerie und -verarbeitung, Endpunkt der "Pipeline der Freundschaft" aus Russland und einer Pipeline vom Ölhafen Rostock-Petersdorf machen die Industrie der Stadt aus. 1689-1788 Sitz der Markgrafen von Brandenburg-Schwedt.
Die älteste Urkunde, die Schwedt als Stadt bezeichnet, stammt aus dem Jahre 1265. Die Lage an dem einzigen Oderübergang zwischen Stettin und Oderberg und der Schutz der pommerschen Verwaltung begünstigten die Ansiedlung von Händlern, Handwerkern und Ackerbürgern. Jahrhundertelang zogen Ritter und Söldner durch die Uckermark, wechselte der Besitz einzelner Orte und Landschaftsteile zwischen Brandenburgern und Pommern. Erst Ende des 15. Jh. kam Schwedt endgültig zu Brandenburg.
Im Dreißigjährigen Krieg wurde Schwedt mehrfach verwüstet und ausgeplündert, auch die Pest forderte zahlreiche Todesopfer.
1670 erwarb die Kurfürstin Dorothea, zweite Gemahlin des Kurfürsten Friedrich Wilhelm, die Herrschaft Schwedt-Vierraden als Sitz für ihren ältesten Sohn Philipp Wilhelm. Die resolute und kluge Kurfürstin ließ etliche feudale Dienstleistungen der Schwedter Bürger durch Geldleistungen ablösen und förderte so die wirtschaftliche Entwicklung der Stadt.
Nach 1685 brachten die Hugenotten u. a. den Tabakanbau in die Uckermark und entwickelten Schwedt zu einem Zentrum des Tabakhandels und der Tabakverarbeitung.
Die Markgrafen von Brandenburg-Schwedt gestalteten Schwedt zu einer barocken Residenz um. Nahezu alle bedeutenden Denkmale der Stadt stammen aus dieser Periode der Stadtgeschichte. Mehrere Stadtbrände begünstigten zudem eine Neuanlage mit gitterförmigem Straßennetz.
1788 erlosch die Markgrafschaft Schwedt, und das Schloss wurde Privatbesitz des Stammhauses der Hohenzollern.Vor allem der letzte Markgraf Friedrich Heinrich gab der Residenz den Glanz einer Kulturstadt. In seinem Hoftheater spielten namhafte Schauspieler und Musiker der Zeit. Hier hatten bereits deutsche Sing- und Schauspiele im Operettentheater ihre Aufführung.
Wenige Tage vor dem Ende des Zweiten Weltkrieges wurde Schwedt nahezu vollständig zerstört.
Heute besteht für Touristen der besondere Reiz von Schwedt/Oder in der Verbindung von Naturerlebnis mit Kultur- und Kunstgenuss sowie Einkaufsvergnügen. Die touristischen Angebote sind vorwiegend auf Kurzurlauber und Tagestouristen ausgerichtet.
Unten  habt ihr einen Blick von der Vierradener Straße auf die katholische Kirche. Sie wurde von 1895-1898 im neugotischen Stil erbaut. Der Entwurf stammt von dem Königlichen Landbauinspektor Max Husak, der auch als Erbauer des Pergamonmuseums genannt wird. Die Spitze des Turmes ist weithin sichtbar. Das Innere der Kirche wurde 1971 sehr modern gestaltet durch den Dresdner Bildhauer Friedrich Press. Daneben seht ihr einen Klinkerbau - mit seinem herrlichen Giebel fügt er sich gut in den Gebäudekomplex des Vierradener Platzes ein. Das Kreisgericht ist hier ansässig. Friedrich-Heinrich , Prinz von Preußen ,Markgraf von Brandenburg beauftragte seinen Baumeister Berlischky mit dem Bau einer Kirche für die Hugenotten , die 1779 dann eingeweiht wurde. Nach dem 1. Weltkrieg Gedächnishalle für die Verstorbenen des Krieges. Bis zu den 80ziger Jahren diente dieses Bauwerk der französisch-reformierten Gemeinde als Kirche. Nach Abschluß umfangreicher Umbauarbeiten und Einbau einer Garderobe und Sanitäranlagen , erhielt dieses Gebäude 1984 den Namen seines Baumeisters Berlischky. Genutzt wird der Berlischky-Pavillon durch die Uckermärkischen Bühnen für kleinere Konzerte.

Die Stadt liegt am Rande des Naturparks Unteres Odertal, einer der letzten naturnahen Flussauenlandschaften Europas mit einer reichen Flora und Fauna. Die Uckermärkischen Bühnen mit eigenem Theaterensemble und mehreren Veranstaltungshäusern, eine Kunstgalerie und die Musik- und Kunstschule vermitteln neben anderen Kultureinrichtungen ein vielfältiges Kulturleben.Wassersportzentren und sonstige Freizeiteinrichtungen bieten einen breiten Rahmen für Erholung und Fitness. Über den nahegelegenen Grenzübergang ist ein Ausflug nach Polen möglich.

 

 

 

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