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Deutschland
Schwarzenberg
- Perle des Erzgebirges
Die
Waldbühne
AUS
EINEM STEINBRUCH WURDE EINE GROSSE KULTURSTÄTTE
Bild:
© Monika
Frunzke
Die Waldbühne heute
Die Waldbühne Schwarzenberg wurde 65 Jahre
alt
Am 25. und 26. Juni 2003 jährten sich zum 65. Male die Tage ihrer
Einweihung .
3.000 Kubikmeter Erdreich und 22.000 Kubikmeter Felsen waren zu bewegen, 2.400
Bohrlöcher einzubringen, 60.000 Tagewerke von "Arbeitsmännern" und
20.000 Tagewerke von Facharbeitern zu leisten ~ bis 1938, nach reichlich vier
Jahren
Bauzeit, aus einem Steinbruch die Großfeierstätte entstanden war.
In einem ehemaligen Granitsteinbruch am Rockelmann in Schwarzenberg errichtete
der Reichsarbeitsdienst eine monumentale Freilichtbühne.
Bau der Grenzlandfeierstätte(Fotos:
Unterlagen D.Winkler)
Die mit großem propagandistischen Aufwand verbundene Weihe als
"Grenzlandfeierstätte Erzgebirge" fand in Verbindung mit einem
NSDAP-Kreisappell statt. Die Nationalsozialisten planten, in derartigen Anlagen
in Anlehnung an altgermanische Überlieferungen, auf die sie sich in ihrer
Ideologie stützten, unter andern so genannte Thingspiele durchzuführen.
Die Bezeichnung "Thingplatz" hat sich für die Schwarzenberger
Anlage über Jahrzehnte hinweg erhalten.
Viele Veranstaltungen hat die Feierstätte im Nazireich nicht gesehen, zumal ein
Jahr nach ihrer Weihe der Zweite Weltkrieg begann. Die überdimensionale
bauliche Hinterlassenschaft am Rockelmannpark wurde aber nach 1945 nicht etwa
gesprengt, sondern - nun unter anderen Vorzeichen - wieder genutzt.
So gab es Auftritte von großen Kulturensembles der Sowjetarmee, später auch
politische und kulturelle Großereignisse, wie sie in DDR-Zeiten üblich waren,
sowie viele Konzerte.
Seit der 800-Jahr-Feier der Stadt Schwarzenberg im Jahre 1950 hieß die Anlage "Wilhelm-Pieck-Feierstätte".
Diese Umbenennung wurde in Anwesenheit des Präsidenten Wilhelm Pieck
vorgenommen.
Über viele Jahre hinweg nutze die "Freie Presse" die der Stadt
gehörende Bühne für gut besuchte Vorausveranstaltungen ihres Pressefestes, das
immer im darauf folgenden Wochenende in Karl-Marx-Stadt (Chemnitz) gefeiert
wurde.
Ca 15.000 Besucher können in dieser herrlichen Anlage
- einer der größten in Sachsen -vielfältige Veranstaltungen besuchen.
Nach 1989/90 wurde die Feierstätte in "Waldbühne "
umgetauft und für bundesdeutsche Konzert- und Open-Air-Veranstaltungen
interessant.
So gastierten z. B. Peter Maffay , Joe Cocker, die Puhdys ~~ aber auch
Andr´e Rieu mit seinem Schauorchester ~~ in Schwarzenberg. Große Veranstaltungen
fanden zu den Bergmännischen Musiktagen und im Rahmen kirchlicher Höhepunkte
hier statt.
Seit dem Jahre 2003 betreibt die Stadt Schwarzenberg, die viel in die
Infrastruktur dieser Waldbühne investiert hat, diese einzigartige
Veranstaltungsstätte wieder in eigener Regie, nachdem der 1996 mit einer
Berliner Veranstaltungsfirma
abgeschlossene Vertrag aufgelöst wurde.
(nach einer Veröffentlichung der "Freien Presse"
vom Juni 2003)
KALENDERBLATT (Freie Presse vom 07. April 2004)
In einem aufgelassenem Granitsteinbruch am Rockelmann begann der Reichsarbeitsdienst heute vor 70 Jahren, am 7. April 1934, mit dem symbolischen ersten Spatenstich die Errichtung einer Freilichtbühne, die weit und breit ihresgleichen sucht.
Die "Grenzlandfeierstätte Erzgebirge", damals auch Thingplatz genannt, wurde am 25./26. Juni 1938 eingeweiht.
Das überdimensionale steinerne Halbrund bildete auch nach 1945 die Kulisse für politische und kulturelle Veranstaltungen.
Seit der 800-Jahr-Feier Schwarzenbergs 1950 hieß die der Stadt gehörende Anlage "Wilhelm-Pieck-Feierstätte" und erlebte viele Großereignisse. Nach der Wende in "Waldbühne" umgetauft und im Auftrag der Stadt auf Vordermann gebracht, wurde diese Anlage für bundesdeutsche Konzertveranstalter interessant.
2004 steigt auf der Waldbühne unter anderem das von "Freie Presse" präsentierte rockmusikalische Pfingsttreffen.
Autor
der Seite: Dieter Winkler
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