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Deutschland
Schwarzenberg - Perle des Erzgebirges



Das Altstadt- und Edelweißfest in Schwarzenberg 2005

 
Ich war schon oft in Schwarzenberg mit seiner wunderschönen Umgebung, habe mir u.a. mehrere Ausstellungen und wiederholt den Weihnachtsmarkt mit  seinen Höhepunkten angesehen - aber erst in diesem Jahr ging mein Wunsch in Erfüllung, einmal das Altstadt- und Edelweiß
fest zu erleben. Es fand in diesem Jahr am 20./21. August statt.
Nachdem wir fast komplikationslos einen Parkplatz gefunden hatten, konnten wir uns als erstes in das Getümmel rund um den Markt der Stadt stürzen, denn trotz einiger Wetterkapriolen drängten sich die Gäste durch die Stadt. Beeindruckend, wie liebevoll und ideenreich die Einwohner auch zu diesem Fest z.B. die Häuser oder kleine Plätze vor ihrem Geschäft geschmückt hatten.

 

Erneut war einer der beliebtesten Treffpunkte das fränkische Weindorf am Springbrunnen an der Oberen Schlossstraße. Bis in die späten Abendstunden hinein bekamen Festbesucher dort nur schwer ein Plätzchen.  Selbst als es in Strömem regnete, wich niemand von den Besuchern, die keinen Platz unter dem Zeltplatz gefunden hatten - lediglich die Regenschirme wurden geöffnet und "bedachten" dann alle.  Die Musik riss alle mit - und die mit der Kapelle mitgekommene Weinkönigin hatte zu tun, alle  ständig mit dem wohlmundigen Wein zu versorgen.
Auf der Marktplatz- und der Vorstadtbühne gaben sich die Künstler die Mikrofone in die Hand. Trendmodenschauen, Tanzmusik mit Migma, Guggemusik aus Meerane oder auch Hits von der CD waren dort zu hören und zu sehen. Für abwechslungsreiche Unterhaltung war also überall gesorgt.

                                    

Im Schlosshof konnten die Besucher einen Einblick in die Handwerkskunst des 15. Jh. gewinnen. So zeigte eine Schmiedemeisterin, Margit Hüsken, welch filigrane Arbeit selbst mit dem Handwerkszeug des Mittelalters möglich war.
Und hier erlebte ich auch eine besondere Überraschung: Die Fackelsteiner aus  unserem Görlitz hatten hier ihr Lager aufgeschlagen. „Wir sind zum zweiten Mal in Schwarzenberg", sagte der Chef der Truppe, Detlef Hausmann.
Er ist nicht nur der Chef der 50-köpfigen Gruppe, sondem auch der geistige Vater der Fackelsteiner. „Wir sind kein Verein, aber wir haben in Görlitz eine Handwerkerey, die wochentags geöffnet hat", erzählte Hausmann. In der Handwerkerey herrsche, wie am Wochenende auf dem Schwarzenberger Schlosshof, das Flair des späten 15. Jahrhunderts.
´Mein Interesse an dieser Zeit wurde durch drei Dinge geweckt´, sagt Hausmann. Bereits als Kind habe er einen Film über das 15. Jahrhundert gesehen. Der zweite Film, der ihn sehr beeindruckt habe, war der Klassiker „Der Name der Rose". Dann habe er Anfang der 90er Jahre die erste Görlitzer Gruppe kennen gelernt, die mittelalterliche Musik gemacht hat. Und dadurch wäre alles andere ins Rollen gekommen.
Mir hat auch dieses Fest in Schwarzenberg sehr gut gefallen - und wenn möglich, komme ich auch gern wieder.

Quelle: "Freie Presse" vom 22.08.05
                                                                                                                                     Bilder: ©  Monika Frunzke
 
                                                                                                                                                          DW+MF

 

 

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