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Deutschland                                                 

Rostock - IGA                            



Seit einigen Jahren wird es an unserer Schule Tradition, dass wir Lehrer das Schuljahr mit einer gemeinsamen 2-Tages-Exkursion beginnen. Für die Wahl des Zieles und den Ablauf sind gemeinsame Interessen für den Ort bzw. eine Veranstaltung o. ä. ausschlaggebend. So waren wir bereits in Krakow, in Hannover ( EXPO 2000), in Prag... und in diesem Jahr in Rostock.
Wir fuhren also am 10. August früh um 4.00 Uhr vom Diesterwegplatz (das ist der Platz vor unserer Schule) ab, kurz vor 11.00 Uhr standen wir mit dem Bus vor unserem Hotel, um unser Gepäck los zu werden. Natürlich mussten wir unverrichteter Dinge wieder abfahren, da unsere Zimmer noch nicht fertig waren. Wir fuhren also direkt zur IGA, und nachdem wir auch einen freundlichen Parkplatzwächter gefunden hatte, der uns nach vergeblicher Suche nach einem solchen Platz „aufnahm“, konnte unser IGA-Besuch starten.

Die Veranstalter bezeichnen die vom 25.04. - 12.10. gehende  IGA 2003 als "das Fest der Lebensfreude" - und damit haben sie wohl auch recht. Davon konnten wir uns sowohl bei einer Fahrt mit der Seilbahn, die wir schon von weitem gesehen hatten, als auch bei unserem Bummel durch das große Gelände selbst überzeugen, aber auch von den kulinarischen Genüssen. Allerdings dauerte es bei diesem weitläufigen Gelände gar nicht lange, da war unsere „Lehrer-Mannschaft“ in mehrere kleine Gruppen zerfallen, und man sah die eine oder andere dann auch einmal durch puren Zufall wieder.  

Wir fuhren zuerst mit der Seilbahn, was sich als eine richtige Entscheidung erwies. So konnte man sich einen guten Überblick verschaffen, nicht nur über die Lage des IGA-Geländes, ihre Nähe zur Ostsee bzw. der Warnow, sondern z.B. auch interessante Blumen- und Pflanzenensembles auswählen, die man sich später aus der Nähe ansehen konnte.

    

   

Farbenprächtige Blumenschauen, exotische Gärten, internationale Gärten und Künstler, die Schwimmenden Gärten und faszinierende Landschaftsbilder wechseln einander ab. Sowohl auf dem Freigelände als auch in den Hallen kann man die prächtigen Blumen- und Grünpflanzen-Arrangements aus mehreren Ländern genauso bestaunen  wie kunstvoll gefertigte Gebinde und Schmuck, z.B. für Hochzeiten, festliche Essen ... bis hin zu einfachem oder aufwendigerem, aber immer dem Anlass entsprechend geschmackvollem Grabschmuck. Besonders beeindruckend fand ich, dass in einer Halle vor vielen Zuschauern prächtige Blumensträuße frisch gebundenen und dann sofort versteigert wurden - der Erlös kommt krebskranken Kindern zugute.

            
Eine beeindruckende Gestaltung an den einzelnen Ausstellungsständen!

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Beeindruckend auch der Weidendom , er ist ein architektonisches und floristisches Kleinod. Ein Dom aus grünenden Weidenruten - genutzt für Gottesdienste, unvergessliche Trauungen und Taufen, aber auch als Podium für Konzert, Theater und Gespräch, für Besinnung und Ruhe. Die vier Landeskirchen Mecklenburg-Vorpommerns haben die Trägerschaft für dieses Bau(m)werk übernommen. Sie kümmern sich um die Finanzierung und um die spätere Nutzung des vom Architekten Marcel Kalberer konzipierten Weidendoms. Mit 50 m Länge und 15 m Höhe ist er das größte lebende Naturpflanzwerk in der Welt und damit eine der Hauptattraktionen der IGA 2003

Auf dem Gelände der IGA, a
m neu gestalteten Uferabschnitt der Warnow,   liegt im Ausstellungszeitraum das im Inneren komplett überholte und umgebaute Traditionsschiff vom Typ „Frieden“. Das Traditionsschiff wurde 1956/57 als Frachter erbaut. Es liegt in der Nähe der Schwimmenden Gärten vor Anker. Es beherbergt u. a. einen Teil des Rostocker Schifffahrtsmuseums, das dort im April 2003 die Ausstellung
1000 Jahre Schiffbaugeschichte“ eröffnete. Eine interessante Sache, sowohl die ausgestellte, längst veraltete Technik als auch die ausgestellten Schiffsmodelle, und wir verbrachten deshalb auch eine ganze Weile auf und in dem Schiff zu.

   

Für den 2 Tag in Rostock hatten wir einen ca. 4 Stunden – Aufenthalt am Warnemünde Strand geplant.  Damit hatten wir nicht so viel Glück. Am frühen Morgen, als wir nach einem leckeren Frühstück zu unserem Bus gingen,  war es kalt und regnerisch,  sodass wir erst  einmal einen Bummel durch Warnemünde starteten. Da die meisten von uns die Ostsee lange nicht gesehen hatten, mussten wir unbedingt auch auf der Mole hinaus laufen. Warm war es nicht – aber das schreckte einige von uns nicht ab, danach an den Strand zu gehen und ein Bad in den kühlen Fluten zu nehmen. Und beim Schwimmen wurde uns ja auch warm...  Und  was hätten z.B. meine Daheimgebliebenen gesagt, wenn ich nur an und nicht in der Ostsee gewesen wäre???

      

Nachdem wir uns noch gestärkt hatten (die meisten bei einem Fischgericht) und uns mit frischem Fisch für zu Hause versorgt hatten, ging es zum Bus und damit nach Hause zurück.
Auch diese Exkursion mit unserem Kollegium werden wir in bleibender Erinnerung behalten, denn es waren schöne, erlebnisreiche Tage.  
                                                                                                                         
Bilder: © Monika Frunzke    

 

 

 

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