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Deutschland
Nürnberg
- Stadt in Bayern
Nürnberg

ist eine kreisfreie Stadt im
bayerischen Regierungsbezirk Mittelfranken, sie
liegt im mittelfränkischen Becken, zu beiden Seiten der
Pegnitz.
Mit etwa 500000 Einwohnern ist Nürnberg die nach München zweitgrößte Stadt Bayerns. Zusammen mit
den direkt benachbarten Städten Fürth, Erlangen und Schwabach bildet die
Stadt das wirtschaftliche,
kulturelle und Verkehrszentrum Nordbayerns. So finden wir hier z.B. die Bundesagentur für Arbeit, das
Wetteramt des Deutschen Wetterdienstes, die
Wirtschafts-, Sozial- und Erziehungswissenschaftliche Fakultät der Universität
Erlangen-Nürnberg, die Kunstakademie, das Germanische Nationalmuseum, ein Spielzeug- und
Verkehrsmuseum.
Trotz starker Zerstörungen im 2. Weltkrieg konnte das mittelalterliche Bild
der Altstadt wiederhergestellt werden, dazu gehören auch die Burg (12.-16. Jh.),
die
Sebalduskirche (1225-1273), die
Lorenzkirche (13.-15. Jh.) mit einem spätgotischem Hallenchor (15.
Jh.), ein Kruzifix und Engelsgruß von Veit Stoß,
die Egidienkirche (18.Jh.), die
Frauenkirche (14.
Jh.) und natürlich das Albrecht-Dürer-Haus.
Im übrigen zählt Nürnberg wohl
zu den Städten in Deutschland, wo die Einheit von Altem und Neuem in dr
Altstadt besonders gut gelungen ist.
Weit über die Stadtgrenzen hinaus
bekannt sind der alljährlich stattfindende Christkindlmarkt (seit 1600)
und die jährliche
Internationale Spielwarenmesse.
Nürnberg verfügt über einen Binnenhafen am
Rhein-Main-Donau-Kanal und einen Flughafen.

Geschichte
Erstmalig
wurde der Ort 1050 in einer Kaiserurkunde erwähnt. Burggrafen waren seit 1192 die Hohenzollern;
1219-1806 war Nürnberg eine reichsfreie Stadt. Um 1500 erreichte es seinen
wirtschaftlichen, politischen und kulturellen Höhepunkt. Dort lebten berühmte
Künstler (V. Stoß,
A. Kraft,
P. Vischer, A. Dürer,
H. Sachs).
Der 30jährige Krieg und die Verlagerung der Handelsstraßen ließen Nürnbergs Bedeutung
sinken; 1806 übernahm der bayerische Staat die Stadt. 1835 wurde von Nürnberg
nach Fürth die erste deutsche Eisenbahn gebaut. 1933-1938 war Nürnberg
Schauplatz der Reichsparteitage
der NSDAP, 1945-1949 der Nürnberger Prozesse.
Nürnberger Prozesse
So bezeichnet
man die aufgrund des Londoner Vertrags
vom 8. 8. 1945 nach Beendigung des 2. Weltkriegs in Nürnberg durchgeführten
Prozesse gegen die für die Kriegführung und die dabei begangenen Verbrechen
gegen den Frieden, das Kriegsrecht und die Menschenrechte verantwortlichen
Personen vornehmlich des NS-Regimes. Der eigentliche Prozess gegen die 22
„Hauptkriegsverbrecher“ (14.11.1945-01.10.1946) endete mit zahlreichen
Todesurteilen, aber auch mit Gefängnisstrafen und mit Freisprüchen (H. Fritzsche, F. von Papen,
H. Schacht).
Die Todesurteile wurden am 16. 10. 1946 vollstreckt (J. von Ribbentrop,
W. Keitel,
E. Kaltenbrunner,
A. Rosenberg,
H. Frank,
W. Frick,
J. Streicher,
A. Jodl,
A. von Seyss-Inquart; -
H. Göring
und R. Ley
hatten Selbstmord begangen, ebenso vor dem Prozess A. Hitler,
H. Himmler,
J. Goebbels
u. a.). Freiheitsstrafen verbüßten, z. T. nicht vollständig, K. Dönitz,
W. Funk,
R. Heß,
K. von Neurath,
E. Raeder,
B. von Schirach
und A. Speer
im Kriegsverbrechergefängnis Berlin-Spandau. 1966-1987 war nur noch Heß in Haft.
Weitere Prozesse wurden im Gegensatz zu dem Verfahren gegen Göring u. a. nicht
mehr unter internationaler Beteiligung, sondern vor US-amerikanischen
Militärgerichten durchgeführt und richteten sich gegen Offiziere, Juristen,
Industrielle, Angehörige des Auswärtigen Dienstes u. a., ebenso
vor französischen und britischen Militärgerichten. Bilder:
© Monika Frunzke
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