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Deutschland
Kloster Marienthal                       
 

         

Das Kloster Marienthal in der Oberlausitz

Das Kloster St. Marienthal liegt zwischen Görlitz und Zittau - direkt von der Fernverkehrsstraße aus erreichbar, die Ausschilderung ist gut. Es ist das älteste Frauenkloster des Zisterzienserordens in Deutschland, das seit seiner Gründung durchgängig besteht.

Getreu des Motto "ora et labora" ("bete und arbeite") leben hier seit 1234 die Schwestern nach den Regeln des heiligen Benedikts, seit 1237 gehört das Kloster zum Zisterzienserorden.
Im 16.Jh., während der Reformation, verhindern die Schwestern, dass das Kloster zu einem weltlichen Damenstift  umgewandelt wird. Diese Region Deutschlands wird evangelisch,  aber die Schwestern halten am katholischen Glauben und dem entsprechenden Ordensleben fest. In diesem Jahrhundert brennt es auch mehrmals im Kloster. Während eines Brandes im 17.Jh. jedoch werden Gebäude vernichtet, so entstand dann bis zur Mitte des 18.Jh. eine Barockanlage.
In der 1. Hälfte des 19.Jh. wird die karitative Tätigkeit der Schwestern besonders deutlich: Sie gründen ein Waisenhaus und bauen eine Schule, in der die Schwestern Kinder unterrichten. Beides wird aber dann von den Nazis geschlössen.
Während des 2. Weltkrieges wurde das Kloster von den Nazis für dieKinder- Land- Verschickung genutzt, von 1942 - 1945 als Lazarett, in dem bis zu 400 Soldaten von den Klosterschwestern gepflegt wurden.
Nach dem 2.Weltkrieg wird hier die Neiße zur neuen Grenze zu Polen, damit verliert das Klster etwa
ein Drittel seines Besitzes.

Heute wird es in seinem ursprünglichen Zweck von einer Äbtissin und 15 Schwestern als Kloster betrieben, aber bis auf einen begrenzten Teil stehen die Kirche und der größte Teil des Geländes den Besuchern offen. Es gibt hier prächtige barocke Gebäude zu bestaunen, einen Garten mit Bibelpflanzen, wechselnde Ausstellungen, regelmäßige Führungen, eine Klosterschänke. In dem vom Kloster betriebenen Laden kann man nicht nur Literatur über das Kloster, Ansichtskarten und Andenken erwerben, sondern auch selbst hergestellte Waren, einschließlich selbstgebackenen Gebäcks.

                                    

Aber hier kann man auch einmal als Gast für begrenzte Zeit im Kloster wohnen und am Klosterleben teilnehmen. Es werden auch regelmäßig Fastenwochen für Gesunde angeboten.
Gut genutzt wird auch das angeschlossene Internationale Begegnungszentrum in den ehemaligen Wirtschaftsgebäuden des Klosters, hier werden dafür weitere Unterkunftsmöglichkeiten und Tagungsräume geboten. Man kann sich für die unterschiedlichsten Themen zu Kursen anmelden, die durch das Kloster organisiert werden. Man kann aber die Räumlichkeiten auch zu Beratungen mit Firmen u.a. buchen.
Und auch das ist empfehlenswert: Unmittelbar südlich des Klostergeländes liegt ein großer Wald mit einem Lehr- und Erlebnispfad. Von hier aus führt ein hübscher Radweg neun Kilometer am Neißeufer entlang bis nach Hirschfelde.

                              

Anreise: Das Kloster liegt an der Bundesstraße 99 zwischen Zittau und Görlitz. Etwas außerhalb von Ostritz biegt man von der Bundesstraße direkt auf den großen Parkplatz des Klosters ab.
Wenn Sie mit dem Fahrrad aus Richtung Zittau anreisen, fahren Sie ab Hirschfelde am besten über den Neißeradweg; der führt direkt durchs Klostergelände hindurch.
                                                                                                                                                   MF
http://www.kloster-marienthal.de                                                                                  Bilder: © Monika Frunzke

 

 

 

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