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Deutschland
Insel Rügen                       
 

                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                             

Insel Rügen

Die Insel Rügen liegt in der Ostsee, hier leben immerhin etwa 70000 Einwohner. Sie ist 926 qkm groß.
Die Insel ist durch den Strelasund von ihrem Landkreis Mecklenburg-Vorpommern getrennt. Ihre benachbarten Inseln sind Ummanz, Hiddensee, Vilm u. a.
Die Insel besteht aus dem fast ebenen Land im Süden und Westen und dem Hügelland im Norden und Osten. Höchster Punkt ist mit 161m der Piekberg, er liegt auf der Halbinsel Jasmund im Osten der Insel.
Die Insel ist ein aber kompliziert Gebilde, das Kernland zergliedert in zahlreiche Halb- und Nebeninseln. Außerdem hat sich das Meer tief ins Land gefressen und dadurch Bodden und Buchten gebildet.
Im Nordosten der Insel Rügen liegt die bekannte Stubbenkammer. Sie ist ein Teil der steil abfallenden Kreideküste. Im Südosten liegt das Mönchgut, auch eine Halbinsel. Im Norden ist die Halbinsel Wittow mit dem bekannten Kap Arkona.

Aber die Landschaft der Insel hat noch mehr zu bieten: Wälder, Moore, Heide, Klippen und weite Strände. Fast 600 km Küste zum Baden und Faulenzen! Sehenswert sind aber auch die Kreidefelsen der Stubbenkammer, das malerische Fischerdorf Vitt oder Putbus. Kein Wunder also, dass Rügen Touristenströme zu bewältigen hat. Da ist es nur gut, dass große Teile der Insel unter Naturschutz stehen

Die Insel kann man über unterschiedliche Wege erreichen. Der 2,5 km lange Rügendamm zwischen Stralsund und Altefähr verbindet seit 1936 die Insel mit dem Festland, eine Eisenbahnfähre führt nach dem schwedischen Trälleborg.



Kreisstadt und größte Stadt des Inselkreises Rügen ist Bergen, hier zugleich auch Hauptstadt. Bergen (16 000 Einw.) liegt nicht nur in der geographischen Mitte der Insel, sondern ist zugleich das politische, wirtschaftliche und kulturelle Zentrum. Sie erstreckt sich am Fuß des 90 m hohen Rugard und am Rande der reizvollen Ausflugsgebiete um den Kleinen Jasmunder Bodden.  

Hervorgegangen ist Bergen aus dem kleinen dänischen Kolonistendorf Gora. Um 1170 entstand hier die erste Kirche auf dem Rugard, ganz in der Nähe des Burgwalls des Inselfürsten. 1193 wurde durch Jaromar I. ein Zisterzienserinnenkloster gegründet. Damit wuchs der Handel und auch der Ort, er wurde ein wichtiger Marktort und erhielt 1613 das Stadtrecht. Zahlreiche verheerende Brände vom 15.-18. Jh. zerstörten jedoch viel historische Bausubstanz, Kriege und Plünderungen taten ein Übriges. Nachdem Rügen 1815 preußisch geworden war, setzte in Bergen wieder ein wirtschaftlicher Aufschwung ein.
Bevor es Schnellstraßen und die Ringstraße gab, trafen sich alle Landstraßen Rügens auf dem Bergener Marktplatz, dem historischen Zentrum. Hier findet man das klassizistische Rathaus, den Backsteinbau der Post aus wilhelminischer Zeit und das Benedixhaus, ein Fachwerkbau aus dem Jahr 1538. Er ist das zweitälteste Gebäude am Ort und beherbergt die Touristen-Information.
Ende der 1950er-Jahre wurde eine Freilichtbühne errichtet, die sich direkt am Ufer befindet. Durch das dahinter liegende kleine Hafenbecken können sogar Segelschiffe ins Theaterspiel einbezogen werden. Seit ca. 10 Jahren wird jährlich im  Juli / August zehn Wochen lang eine Episode aus dem Leben von Klaus Störtebeker gespielt. Viele Mitwirkende, Segelschiffe, Pferde und Spezialeffekte lassen das Spiel zu einem unvergesslichen Erlebnis werden.
Auf Rügen fahren a
cht historische Dampflokomotiven, die älteste fährt seit 1914, die jüngste seit 1954. Der Zug verkehrt achtmal am Tag j zwischen Putbus bzw. Lauterbach und Göhren. Hohe Geschwindigkeiten werden nicht erreicht, trotzdem bekam "er" den Namen "Rasender Roland".


Traditionsreiche Seebäder
Schön
und beschaulich ist eine Reise mit der Schmalspurbahn 'Rasender Roland' von Lauterbach Mole über den Putbuser Bahnhof nach Binz. Eingebettet zwischen Meer, Schmachter See und Granitzwald ist das Ostseebad Binz, das größte und beliebteste Bad auf Rügen. Feiner Sandstrand und die windgeschützte Prorer Wiek sind ideal für Sonnenanbeter und Schwimmer. Dazu das schlossartige Kurhaus, die Seebrücke u.a. geben dem Urlaub in Binz einen besonderen Reiz.
4 km weiter südlich liegt auf dem Tempelberg das Jagdschloss Granitz  mit ausgedehnten Wäldern. Den wuchtigen, quadratischen Bau mit zinnenbekrönten Ecktürmen schuf J.G. Steinmeyer für Fürst Malte. Im Inneren sind das Speisezimmer, Salons, der Marmorsaal und ein Jagdmuseum zu besichtigen. Der Aufstieg in den von K. F. Schinkel geschaffenen 38 m hohen Aussichtsturm ermöglicht einen guten Weitblick.
Sellin und Baabe sind weitere beliebte Seebäder, wobei sich Sellin durch seine Seebrücke und hübsche Villen, Baabe durch geruhsame Atmosphäre auszeichnet. Beide haben prima Sandstrände auf der Meerseite und den Selliner See im Hinterland - verbunden durch eine beeindruckende Steilküste mit ausgedehntem Hochwald.
Mönchgut heißt der südöstlichste Zipfel Rügens, so benannt, weil die Halbinsel einst zum Besitz eines Klosters bei Greifswald gehörte. Eine abwechslungsreiche Landschaft vereint die hügeligen Wälder mit den sehr schönen Steilküsten im Osten und den flach auslaufenden Sandstränden. Ihr Hauptort ist Göhren, seit Ende des 19. Jh. als Seebad berühmt und noch immer sehr anziehend. Obendrein ist Göhren das reinste Museumsdorf.
Ein beliebtes Wanderziel im südlichen Winkel des Mönchguts ist das Pfarrwitwenhaus in Groß Zicker. Das Hallenhaus mit einer kleinen Ausstellung im Inneren ist eines der ältesten Wohnhäuser auf Rügen.

 
Geschichte
Vor etwa 70 Millionen Jahren lag Rügen noch unter Wasser. Auf dem Meeresboden lagerten sich Hunderte von Metern dicker Schichten mit den Resten abgestorbener Schalentiere ab. Das Meer zersetzte sie und hinterließ Kalkschlamm. Durch Hebungen und Senkungen der Eiszeit wurde er zusammengepresst und an die Oberfläche geschoben. Er bildete das "Rohmaterial" für die Kreidefelsen von Rügen. Wird die Kreide der Witterung ausgesetzt, verwandelt sie sich in einen fruchtbaren schwarzen Boden.

Nach dem Abzug der Germanen bewohnten Slawen die Insel, bis sie 1168 von Dänen erobert wurde. 1648 fiel sie im Westfälischen Frieden an Schweden. Im Frieden von Kiel 1814 übergab Schweden Vorpommern und Rügen an Dänemark ab; 1815 kamen diese Gebiete an Preußen. Seit 1945 gehörte Rügen zu Mecklenburg, 1952-1990 zum Bezirk Rostock, seit 1990 wieder zum Land Mecklenburg-Vorpommern.

Biospärenreservat Rügen
Der in Bergen geborene Heimatforscher und Reiseschriftsteller J.Grümbke (1771-1849) nannte den Südosten der Insel in seinen "Streifzügen durch das Rügenland" das "wahre Paradies" von Rügen. Das Gebiet zwischen Putbus, Binz und Thiessow wurde 1990 zum Biosphärenreservat Südost-Rügen erklärt. Es umfasst 23 500 ha.

Urlaub auf Rügen
Ein Urlaub auf Rügen ist wirklich empfehlenswert. Man kann sich diesen natürlich über ein Reisebüro buchen, aber wir haben hier auch gute Erfahrungen gemacht, wenn man direkt bei Privatpersonen auf der Insel bucht. Das sieht man wohl auch an diesen Bildern:

Selbst der berühmteste Landschaftsmaler der deutschen Romantik,Caspar David Friedrich ( 1774 -1840) kam im Laufe der Jahre immer wieder nach Rügen, denn Landschaften beeindruckten ihn und bildeten die Grundlage für die später im Dresdner Atelier geschaffenen Ölgemälde.

                                                                                                                             Bilder:  © Michael Frunzke   

Seite erstellt: 02.02.2010

 

 

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