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Deutschland
Das Erzgebirge
Frühling, Sommer, Herbst und Winter im schönen Erzgebirge
Frühling soll mit süßen Blicken
Mich entzücken und berücken,
Sommer mich
mit Frucht und Myrthen
Reich bewirten, froh umgürten.
Herbst, du sollst
mich Haushalt lehren,
Zu entbehren, zu begehren,
Und du Winter lehr mich
sterben,
Mich verderben, Frühling erben. Clemens
Brentano
Frühling
Frühling läßt sein blaues Band
Wieder flattern durch die Lüfte
Süße,
wohlbekannte Düfte
Streifen ahnungsvoll das Land
Veilchen träumen
schon,
Wollen balde kommen
Horch, von fern ein leiser
Harfenton!
Frühling, ja du bist's!
Dich hab ich vernommen! Eduard
Mörike
Sommer
Herbst
Die Blätter fallen, fallen wie von weit,
als welkten in den Himmeln ferne
Gärten;
sie fallen mit verneinender Gebärde.
Und in den Nächten fällt
die schwere Erde
aus allen Sternen in die Einsamkeit.
Wir alle fallen.
Diese Hand da fällt.
Und sieh dir andre an: es ist in allen.
Und doch
ist Einer, welcher dieses Fallen
unendlich sanft in seinen Händen
hält. Rainer Maria Rilke
Winter

Auf den eisbedeckten Scheiben
fängt im Morgensonnenlichte
Blum und
Scholle an zu treiben...
Löst in diamantnen Tränen
ihren Frost und
ihre Dichte,
rinnt herab in Perlensträhnen...
Herz, o Herz, nach
langem Wähnen
laß auch deines Glücks Geschichte
diamantne Tränen
schreiben! Christian Morgenstern
Bilder:
©
Monika Frunzke u. Dieter Winkler
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