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Deutschland
Das Erzgebirge                        
 

 

Das Erzgebirge ist ein sehr, sehr schönes Gebirge, wo es mich -unabhängig von der Jahreszeit- immer hinzieht. Eine liebliche Landschaft mit vielen Wäldern, bewaldete Berge, gastfreundliche Menschen - hier fühlt man sich wohl.
Dieses Gebirge liegt im Bundesland Sachsen, es erstreckt sich von Plauen aus in nordöstlicher Richtung bis Dresden. Da es verhältnismäßig weitläufig ist, teilt man es geographisch in das West- und Osterzgebirge. Im Norden wird das Erzgebirge von den Autobahnen A72 (Hof-Chemnitz) und A4 (Chemnitz-Dresden) begrenzt. Südlich erstreckt es sich über die sächsisch-böhmische Grenze hinaus.

Im deutschen Teil erreicht es mit dem Fichtelberg (1214 m) seine höchste Erhebung. Es ist ca.150 km lang, 40 km breit mit einem waldreichen, vermoorten Kamm . Die höchste Erhebung ist der Keilberg mit 1244 m auf der tschechischen Seite.

Seinen Namen verdankt es den großen Edel- und Buntmetallerzvorkommen. Seit dem Mittelalter wurden Silber-, Blei-, Zink-, Kupfer- und Zinnerze abgebaut. Da sich aber allmählich viele Lagerstätten erschöpften, entwickelten sich neue Erwerbszweige wie das Klöppeln, Holzschnitzen und die Posamentenherstellung. Berühmt ist das Erzgebirge vor allem für die hier erzeugten Spielwaren. Darüber hinaus ziehen schneesichere Hänge mit gut präparierten Pisten und ausgedehnte Loipenanlagen jedes Jahr unzählige Wintersportler in die Region. Stauseen, Talsperren und Teiche, die von den Bergleuten in früheren Jahrhunderten zur Versorgung der Gruben, zur Erzwäsche und für die Holzflößerei angelegt wurden, ziehen heute Wassersportler und Angler an. Besonders geschützt sind die Trinkwassertalsperren, auf auf einigen anderen Gewässern kann man segeln, surfen, baden oder Tretboot fahren. In der kalten Jahreszeit zeigt sich das schneereiche Gebiet von der märchenhaften Seite und macht seinem Ruf als "Weihnachtsland" alle Ehre.


Einige der bekanntesten Orte sind Zwickau,  Aue, Altenberg, Geising. Annaberg-Buchholz, Schwarzenberg, Sebnitz, Zschopau, Augustusburg, Bärenstein, Breitenbrunn (Erzgebirge), Crottendorf, Eibenstock, Erlabrunn, Gablenz, Geyer, Grünhain, Johanngeorgenstadt, Lößnitz, Marienberg, Markersbach, Morgenröthe-Rautenkranz (Geburtsort von Sigmund Jähn und heut mit einem ansehungswürdigen Raumfahrt-Museum), Oberwiesenthal, Oelsnitz/Erzgebirge, Olbernhau, Raschau, Rittersgrün, Scharfenstein, Schneeberg, Sosa, Wolkenstein,  Zinnwald, Zwönitz.

Das  Westerzgebirge
Der Westteil des Erzgebirges, das so genannte Westerzgebirge, erstreckt sich über deutsches und tschechisches Gebiet. Es wird begrenzt im Westen vom Elstergebirge und Vogtland und im Osten vom Fluss Flöha. Die Begrenzung im Norden ist im Gelände unscharf. Im Süden wird es mit dem Fuß der erzgebirgischen Pultscholle abgeschlossen. Die höchsten Punkte befinden sich auf dem Keilberg in Tschechien, dem Fichtelberg in Sachsen, beide bei Oberwiesenthal und dem  Auersberg (1019 m) bei Johanngeorgenstadt.
Im Sommer kann man hier wunderbar Wandern, Radtouren unternehmen, Sehenswürdigkeiten bestaunen, Museen besuchen und auf unterschiedlichste Art Unterhaltung finden. Im Winter sind natürlich Wintersportarten möglich, zumal hier auch eine der schneesichersten Gebiete auf die Sportler warten.

Ein paar Gedanken zur Geschichte:
Mit den ersten Silberfunden bei Freiberg begann im 12. Jahrhundert die Besiedlung des Erzgebirges. Nachdem Chemnitz und Zwickau bereits im 13. Jahrhundert zur Markgrafschaft Meißen kamen, wurde Markgraf Friedrich IV. 1422 mit dem Kurfürstentum Sachsen belehnt, zu dem auch das Erzgebirge zählte. 1547 ging die Landesherrschaft auf die neuen protestantischen Albertiner Kurfürsten über. Seit dem 17. Jahrhundert gewann nach Ertragsrückgängen im Bergbau die Heimarbeit zunehmend an Bedeutung. 1946 begann unter sowjetischer Kontrolle die Förderung von Uranerz. Während der DDR-Zeit gehörte das Erzgebirge größtenteils zum Bezirk Karl-Marx-Stadt, bevor es 1990 dem neugegründeten Freistaat Sachsen zugeschlagen wurde

Stellvertretend für die vielen schönen Orte, die auch zum Urlaubmachen einladen, möchte ich nur zwei nennen.
Schwarzenberg

Die "Perle des Erzgebirges", so wird die Stadt zurecht bezeichnet, liegt malerisch am Zusammenfluss von Schwarzwasser und Mittweida in einem tiefen Talkessel. 1830 wurde hier der erste Eisenhammer des Erzgebirges in Betrieb genommen. Im spätgotischen Schloss der Stadt, das unter Einbeziehung von Resten des 12. Jahrhunderts erbaut wurde, befindet sich ein Museum, das über die Geschichte Schwarzenbergs informiert. Besondere Attraktion ist dabei eine Nagelschmiede aus dem 19. Jahrhundert. Unbedingt ansehenswert ist auch die St.-Georgen-Kirche, mehr dazu hier.
Schwarzenberg ist nicht nur eine schöne Stadt, die auch über eine gut restaurierte Altstadt verfügt, es ist auch ein sehr guter Ausgangspunkt für Ausflüge oder Autotouren  in alle Richtungen des Erzgebirges. Von hier aus fährt man mit dem Auto etwa 45 Minuten bis zum Fichtelberg, natürlich immer durch eine landschaftlich sehr schöne Gegend. Mehr zu SZB erfahrt ihr hier.


Annaberg-Buchholz

Die Stadt ist das wirtschaftliche und kulturelle Zentrum des Oberen Erzgebirges. Sie verdankt ihre Position den Silbervorkommen, die hier im 15. Jh. gefunden wurden. Bis Mitte des 19. Jh. war der Ort der Sitz der Bergbehörde, die Verordnungen für ganz Deutschland herausgab. Die bedeutendste Sehenswürdigkeit Annabergs ist die aus Gneis erbaute St.-Annen-Kirche. Die größte Hallenkirche Sachsens offenbart im Inneren eine der schönsten Raumgestaltungen der deutschen Spätgotik. Dazu trägt vor allem das herrliche Schlingrippen- und Schleifsterngewölbe von Jakob Heilmann sowie 100 Reliefs mit biblischen Szenen und Lebensalterallegorien von Franz Maidburg bei.


Und für das leibliche Wohl der West-Erzgebirgs-Gäste wird natürlich auch überall sehr gut gesorgt. Besonders empfehlen kann ich aber "Die Hirtbrück" in Raschau und "Haus Fürstenberg" in Waschleithe - beide Orte liegen in der Nähe von Schwarzenberg.

 

Das Osterzgebirge
Auch d
as Osterzgebirge erstreckt sich über deutsches und tschechisches Gebiet und wird begrenzt im Westen vom Fluss Flöha und im Osten vom Elbsandsteingebirge. Die Begrenzung im Norden ist im Gelände unscharf und im Süden ist es der Fuß der erzgebirgischen Pultscholle. Der höchste Punkt befindet sich auf dem Kahleberg, 905 m hoch.
Der Bergbau prägte entscheidend die die Landschaft und das Brauchtum. Zeugnisse der Geschichte des Bergbaus sind bis heute in Schaustollen und Bergbaumuseen erhalten.
Das Osterzgebirge zählt zu den schönsten Mittelgebirgen Deutschlands. Mit einer Höhenlage von 600 bis 900 Metern ziehen sich seine Ausläufer bis an den Rand der sächsischen Landeshauptstadt und Kulturmetropole Dresden. Ein Leckerbissen ist z.B. eine Fahrt mit der dienstältesten Schmalspurbahn Deutschlands - mit der "Bimmelbahn" von Freital Hainsberg nach Kurort Kipsdorf.
Das Osterzgebirge ist ein ausgezeichnetes Wander- und Wintersportgebiet
 (mit zahlreichen Skiliften, Rodelhängen und entsprechenden Ausleihmöglichkeiten) für Anfänger und Fortgeschrittene. In Geising ist ein modernes Eisstadion entstanden. Eine der modernsten Rennschlitten- und Bobbahn der Welt wartet auf Urlauber und Touristen. Altenberg erfüllt alle Rodelträume.
Man kann aber auch
Schlittenfahrten auf Pferdeschlitten und Motorschlitten unternehmen.

Geising
Im östlichen Erzgebirge, südlich der Landeshauptstadt Dresden und nur wenige Kilometer von der tschechischen Grenze entfernt, liegt in einem weiten grünen Tal das alte Bergbaustädtchen Geising. Der denkmalgeschützte Stadtkern und viele schöne Bürgerhäuser in traditioneller Fachwerkbauweise sind Zeitzeugen der Geschichte der Stadt.
Ein großer Schwerpunkt liegt auf dem Fremdenverkehr. Zahlreiche Sehenswürdigkeiten zeugen von historischer und traditioneller Bedeutung der Region. Durch die landschaftlich idyllische Lage, die gute Verkehrsanbindung und die Nähe zu interessanten Ausflugszielen ist Geising ein vielbesuchter Urlaubs- und Erholungsort.
Ob Sommer oder Winter, Geising und Ortsteile bieten Abwechslung für Jung und Alt. In waldreicher Umgebung, bei gutem Mittelgebirgsklima und vielen Naturschönheiten ist ein hohes Maß an Erholung möglich. Auf Wanderschaft zwischen Fichten- und Mischwäldern oder auf Bergwiesen kann man die Flora und Fauna des Landschaftsschutzgebietes Osterzgebirge entdecken. Ob zu Fuß, mit dem Rad, zu Pferd oder mit dem Kremser - unvergessene Eindrücke werden mit nach Hause genommen.

Olbernhau
Olbernhau, die “Stadt der sieben Täler”, liegt mitten im Erzgebirge, zu ihr gehören die Stadtteile Hirschberg, Grünthal, Rothenthal, Dörfel, Rungstock, Blumenau, Ober-, Nieder- und Kleinneuschönberg sowie Reukersdorf.
Die einzelnen Stadtteile befinden sich in einer Höhe zwischen 430 und 600 m hoch. Olbernhau erstreckt sich immerhin über 15 km, vom Unterlauf der Schweinitz bis zum nordwestlichen Ausgang der Flöha-Talwanne. Die umliegenden Höhenrücken mit Buchen- und Fichtenwäldern erheben sich ca. 200 m  über der Talsohle. Mit 12600 Einwohner ist Olbernhau die größte Stadt im Mittleren Erzgebirgskreis.

Das Erzgebirge wurde 2005 von einem tornado-ähnlichen Wirbelsturm heimgesucht.
(siehe bei www.monika-frunzke.de) 
                                                                         Bilder: © Monika Frunzke

Seite erstellt: 2005
Seite geändert: 30.05.2010

 

 

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