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Deutschland
Das Erzgebirge
Breitenbrunn
Das Bergdorf Breitenbrunn liegt im oberen Erzgebirge zwischen dem
Fichtelberg
(1214m) und dem Auersberg (1018m) - an der Grenze zu Tschechien. Von ausgedehnten
Fichtenwäldern umgeben, ist das Dorf in seiner gesamten Geschichte von der Blüte
und dem Niedergang des Bergbaus geprägt. Heute ist Breitenbrunn Standort einer
Berufsakademie und eines Sport- und Bildungszentrums. Bekannt ist der Ort auch durch die Staatliche
Studienakademie Breitenbrunn. Hier werden stets circa 300 Studenten nach dem
dualen Prinzip in den Studienrichtungen Tourismuswirtschaft, Industrie und Sozialwesen gelehrt.
Mit ca. 3900 Einwohnern ist dieses
Dorf das Zentrum der Verwaltungsgemeinschaften der Gemeinden Breitenbrunn,
Rittersgrün und Erlabrunn, die insgesamt ca. 6900 Einwohner
zählen.
Wie Breitenbrunn sind seine Ortsteile Antonsthal / Antonshöhe,
Breitenhof, Carolathal, Halbemeile und Rabenberg von weiten Fichtenwäldern
umgeben, sie nehmen eine Fläche von rund 2690 Hektar ein und steigen aus 550m über
NN im Schwarzwassertal auf eine Höhe von ca. 950m im OT Halbemeile an.
Angrenzende Orte im Landkreis Aue-Schwarzenberg sind Johanngeorgenstadt,
Rittersgrün und die Stadt
Schwarzenberg.
Kultur und Sehenswürdigkeiten
Geschichte
Als das höchstgelegene Dorf der Herrschaft Schwarzenberg ist
Breitenbrunn vermutlich erst im 13. Jahrhundert gegründet worden. An Hand der
Flurgröße und Anlage lässt sich ermitteln, dass sich zunächst nicht mehr als
zehn Familien ansiedelten. Erstmals wird das Dorf „breitinprun“ 1380 in einem
Kopialbuch der Burggrafen von Leisnig
urkundlich erwähnt, als die Schürfrechte für ein Zinnbergwerk neu vergeben
wurden. Bereits vor der Gründung von Breitenbrunn befand sich oberhalb der
späteren Siedlung eine Wallanlage mit Wachturm, einem Wassergraben und einem
kleinen Vorwerk, um die Herrschaft Schwarzenberg an ihrem südlichsten Punkt zu
schützen. Da sich innerhalb des Wassergrabens eine Quelle befand, nannte man den
Graben einen "breiten Brunnen". Die Bezeichnung wurde bald auch für das neu
gegründete Dorf übernommen.
Religionen
In katholischer Zeit gehörte Breitenbrunn zunächst zur Parochie
Schwarzenberg. Später errichtete man in eine dem Heiligen Peter geweihte Kapelle
und machte Breitenbrunn zu einem Schwarzenberger Filial. Auch nach der
Reformation blieb ein Abhängigkeitsverhältnis vorerst erhalten. Nun aber war
Breitenbrunn eine Tochtergemeinde des neu entstandenen Kirchspiels Grünstädtel.
Schließlich erlangte das Dorf 1559 die kirchliche Selbstständigkeit. Im selben
Jahr wurde die "St.-Christophorus-Kirche" gebaut. Als Standort wählte man das
obere Ortsende, um den Einwohnern des eingepfarrten Nachbarorts Rittersgrün den vor allem in
den Wintermonaten anstrengenden Marsch zum Gottesdienst ein wenig zu
erleichtern.
Heute existiert neben der evangelisch-lutherischen St.-Christoph-Gemeinde
auch eine Gemeinde der evangelisch-methodistischen Kirche.
In
der Umgebung von Breitenbrunn findet man
Tellerhäuser - schau mal hier.
den
Ortsteil Erlabrunn -schau hier
den
Ortsteil Steinheidel - schau hier
Bilder:
© Monika
Frunzke
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