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Deutsch - Sprachgebrauch
Bewerbung
Allgemeine Hinweise zu
Bewerbungen
Es ist nicht chancenreich, unvollständige Bewerbungsunterlagen zu verschicken. Viele Arbeitgeber prüfen hier ganz schematisch: Ist vom Lebenslauf bis zu den Zeugniskopien alles vorhanden, wird weitergeprüft; fehlt etwas, folgt die Absage.
In Ausnahmefällen kann man mit Massenkurzbewerbungen Glück haben. Zumindest werden Anschreiben, Lebenslauf mit Lichtbild und Zeugnisse erwartet. Oft helfen zusätzliche Arbeitsproben, in Ausnahmefällen Referenzen.
Informieren Sie sich rechtzeitig bei der Firma, bei der Sie sich bewerben möchten, welche weiteren Unterlagen mit abzugeben sind. Das können z.B. ein Polizeiliches Führungszeugnis, ein Allergietest, ein Höhentauglichkeitstest, Arbeitsproben … sein.
Das Anschreiben – Grundsätzliches
Stellen Sie sich einmal vor, was es heißt, sechzig oder hundert Bewerbungsschreiben zu bekommen – was keine Seltenheit ist. Wie genau wird man sich da wohl mit dem einzelnen befassen können und wollen?
Die vielen
Mitbewerber sind meist vergleichbar und auch nicht viel besser oder schlechter
als Sie – also:
Wie können Sie sich von den anderen
abheben?
Wie können Sie sich als beste Wahl vorstellen?
Wie können Sie dabei Dummes vermeiden?
Die Antwort
ist einfach: Wechseln sie die Perspektive! Gehen sie nicht von sich aus, sondern
von
dem einstellenden Unternehmer.
Vergleichen sie:
„Sie suchen einen Auszubildenden, der sich für seinen Beruf begeistert und der sich fleißig und freundlich in Ihren Betrieb einpaßt. Ich würde mich freuen, Ihnen beweisen zu dürfen, daß ich der Richtige bin.“
„Ich bin von dem Beruf begeistert: Fleißig und freundlich werde ich mich in Ihrem Betrieb einpassen und Ihnen beweisen, daß ich der Richtige bin.“
Bei sehr vielen Bewerbungen entscheidet im ersten Durchsehen oft die äußere Form, ob Sie zum Zuge kommen. Deshalb: Beweisen Sie, daß Sie formvollendet einen Geschäftsbrief (= Ihre Bewerbung) schreiben können.
Welche äußere Form ist
der
Bewerbung angemessen?
Ihre
Bewerbung repräsentiert Sie!
Vorurteil: wie die Bewerbung, so der
Bewerber.
Wie würden Sie jemanden einschätzen, der eine vorgedruckte
Bewerbung aus dem Schreibwarenladen nötig hat? Welchen Eindruck hätten Sie bei
rosa Briefpapier? Welche Chance gäben Sie jemandem, der sich mit einer Postkarte
bewerben würde?
Aber weil die Bewerbung genau Sie repräsentieren soll, gibt es nicht „die beste“ aller Bewerbungsformen. Besonderheiten sind erlaubt!
Als Faustregel gilt: Wenn schon auffallen, dann positiv. Zeigen Sie, daß Sie wissen, was gefordert wird. Das gilt z.B. für alle Äußerlichkeiten: Verpackung, Adressieren, Frankieren, Mappen und Hüllen, Briefblätter, Kopien, Foto.
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