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Chemie
Ammoniak

 

Kurzvortrag: Ammoniaksynthese


Was ist Ammoniak?
Vorkommen:

- beim Stoffwechsel der Pferde und der Zersetzung von Eiweißen entsteht Ammoniak

- es kommt in den Spuren der Luft vor

- es ist Bestandteil der Atmosphäre der großen Planeten unseres Sonnensystems

Verwendung:

- im Haushalt als Fensterputzmittel (verdünnt)

- Salpetersäure, Stickstoffdüngemittel, Sprengstoffe, Arzneimittel sowie Farbstoffe werden über
  Zwischenprodukte aus Ammoniak hergestellt

- flüssiges Ammoniak dient als Kältemittel in Kühlhäusern sowie auf Kunsteisbahnen

Eigenschaften:

- Formel NH3

- gasförmige Verbindung der Elemente Stickstoff und Wasserstoff

- stechend riechendes Gas

- besteht aus Molekülen

- Dichte ist geringer als die der Luft

- unter Anwendung von Druck lässt es sich verflüssigen

- löst sich gut in Wasser

- verbrennt zu Stickstoff und Wasser

- färbt Unitest -Indikator blau (also Überschuss an Hydroxid -Ionen)

Die Ammoniaksynthese
Geschichte:

- durch deut. Chemiker wie Haber, Bosch und Mittasch wurde Ammoniaksynthese   ermöglicht

- Haber erarbeitete die physikalisch- chemischen Grundlagen der Ammoniaksynthese   aus

- Bosch und Mittasch erprobten und konstruierten die technischen Anlagen für die   Ammoniaksynthese

- es fanden aufwendige Untersuchungen auf dem Gebiet der Hochdrucktechnologie statt, ein
  Katalysator für die Ammoniaksynthese wurde erfunden

- 1913 nahm die erste großtechnische Anlage die Produktion nach dem   Haber-Bosch-Verfahren auf, es ist das bedeutendste


Technische Durchführung
 


 

Erklärung:

1. In einer Pumpe, einem Kompressor, wird das Gasgemisch aus Stickstoff und Wasserstoff
    auf 450 Bar erhitzt.

2. In einem Gasreiniger wird das Gasgemisch von unerwünschten Verunreinigungen wie  
  
  Schwefelverbindungen oder Kohlenmonoxid gereinigt.

3. Im Kontaktofen läuft die eigentliche Reaktion ab. In einem zylinderförmigen,  druckfesten
  
  Reaktionsrohr wird das Gasgemisch bei 450 Bar auf 500 Grad erhitzt. Dabei strömt  das
  
  Gasgemisch an einer mit dem Katalysator beschichteten Fläche vorbei und reagiert zu
 
   Ammoniakgas. Der Katalysator besteht aus einem Gemisch von Eisenoxid und     Aluminiumoxid.
 
   Außen ist das Reaktionsrohr mit druckbeständigem, dickem Stahl verstärkt. Innen darf kein     Stahl verwendet werden, weil der Wasserstoff mit dem im Stahl enthaltenen Kohlenstoff     reagieren würde. Deshalb besteht das Innenrohr aus reinem Eisen.

4. Im Kühler wird das noch heiße Ammoniakgas abgekühlt.

5  Im Abschneider wird das Ammoniakgas von nicht umgesetzten Ausgangsprodukten     getrennt. Im
  
  Kontaktofen setzen sich trotz optimaler Reaktionsbedingungen nur etwa 15 % der
  
  Ausgangsstoffe in Ammoniak um. Die nicht umgesetzten Restgase werden an der Stelle 6
    wieder
  
  eingeführt. Aus ökonomischen Gründen werden bei der Herstellung von Ammoniak die
  
  kontinuierliche Arbeitsweise und der Wärmeaustausch im Gegenstrom angewendet. Durch die     Nutzung des Kreislaufprinzips gelingt es, Stickstoff und Wasserstoff nahezu verlustlos zu
  
  Ammoniak umzusetzen.

    Stickstoff und Wasserstoff kann aus Erdgas gewonnen werden. Eine moderne     Haber-Bosch-Anlage verbraucht pro Tag 72 Millionen Liter Erdgas und produziert
    1350 Tonnen Ammoniakgas.


                                                                                                              Autor: Peggy Neumann


 

 

 

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