Auch die Zecke ist ein Waldbewohner,
aber sie ist nicht nur im Wald zu Hause. Es gibt sie in jedem Wald, auf jeder Wiese,
vielleicht auch in unserem Garten. Ist man ausreichend geschützt, gibt
es keinen Grund zur Panik!
Und man
schützt sich am besten mit langer Hose und langärmeligem Hemd gegen diese
kleinen Parasiten. Nach dem Wald-, Wiesen-, Gartenbesuch sucht man gleich seinen Körper nach den Tieren
ab und entfernt sie gegebenenfalls mit einer speziellen Zeckenzange oder einer
Pinzette. Man kann dies auch von
einem Arzt ausführen lassen, zumal dieser auch am ehesten weiß, ob es einer
Schutzmaßnahme durch ihn bedarf.
Vorsichtsmaßnahmen gegen Borreliose
Gegen die ebenfalls von Zecken übertragenen Borreliose, die bundesweit
auftritt, gibt es in Deutschland zur Zeit keine wirksame Impfung für Menschen.
“Trotzdem kann man das Risiko eines Zeckenbisses und einer Erkrankung durch
geeignete Vorsichtsmaßnahmen stark reduzieren”, meint Jan Muntendorf,
Diplom-Forstwirt bei der SDW.
Die Schutzgemeinschaft Deutscher Wald e. V. gibt Tipps zur
Vorbeugung:
- Vor allem in der Zeckensaison (April bis November) sollten Waldbesucher
nicht durch Gebüsch und Unterholz streifen. Wer lichte, vegetationsarme Waldwege
nutzt, verringert das Risiko, von einer Zecke gebissen zu werden.
- An Heuhaufen, dichtem Unterholz, Futterstellen und überall dort, wo sich
viele Wirtstiere (Mäuse, Igel, Wild) aufhalten können, sollten Spaziergänger auf
eine Rast verzichten.
- Die Haut sollte größtenteils bedeckt sein. Feste Schuhe (keine Sandalen),
lange Hosen und Hemden mit langen Ärmeln machen den Zecken das Leben schwer.
- Zusätzlichen Schutz bilden Repellentien, chemische Mittel, die verhindern,
dass sich Zecken auf der Haut niederlassen (z.B. Autan).
- Wechseln Sie nach dem Waldbesuch sofort die Kleidung und untersuchen Körper
sowie Kleidung auf Zecken. Vorsicht: Damit die Blutsauger bei ihrer “Mahlzeit”
nicht gestört werden, suchen sie sich gern verborgene Plätze (Haaransatz,
Leisten- u. Genitalgegend, Knie- und Achselhöhlen). Hier sollte besonders
sorgfältig nachgeschaut werden.
Was tun bei einem Zeckenbiss?
- Je schneller man die Zecke entfernt, umso geringer ist die Gefahr, sich zu
infizieren.
- Entfernen Sie die Zecke mit einer spitzen Pinzette. Dazu packt man die Zecke
an ihrem Saugrüssel unmittelbar an der Hautoberfläche und hebelt sie vorsichtig
heraus. Vermeiden Sie es, die Zecke zu quetschen, da sich sonst das
Infektionsrisiko erhöht. Nachdem die Zecke entfernt wurde, sollte die Bissstelle
gewaschen und mit Alkohol desinfiziert werden.
- Beobachten Sie die Bissstelle. Schwillt sie an oder wird rot, oder treten
zwei bis drei Wochen später grippeartige Symptome auf, sollte unbedingt ein Arzt
aufgesucht werden.
- Nach einem Zeckenbiss in einem der FSME-Risikogebiete muss innerhalb von
drei Tagen ein Arzt aufgesucht werden. In diesem Zeitraum kann der Arzt noch
nachträglich den Abwehrstoff spritzen.