Ihr seid hier: 
 
Home»Biologie-Auswahl»
 Tollwut

 Weitere Funktionen:
 
Hilfe eMail
 
Störung melden

 © 2006-2013 - hast-du-ahnung.de

 
 Rubriken

 Görlitz
 
Unsere Schule
 
Persönlichkeiten
 
Knigge - gutes Benehmen
 
Bewerbungen
 
Ziele für Klassenfahrten
 
Erde und ihre Länder
 
Deutschland
 
BRD - Landeshauptstädte
 
Freizeitanregungen
 
Spaßiges
 
Spiele für Kleine u.Große
 
Wissenswertes-Links
 
Prüfungsfragen
 Astronomie
 
Biologie
 
Chemie
 
Deutsch
 
Englisch
 
Ethik
 Gemeinschaftskunde
 
Geographie
 
Geschichte
 
Kunsterziehung
 
Mathe
 
Musik
 
Physik I Physik v. W. Prinz
 
Religion
 Landwirtschaft u.ä.
 
Bücher - Empfehlungen

 

 
 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

  

 

 

 
 


 

 


img5.png

                  

Biologie
Der Wald



Tollwut

(auch: Hundswut, Lyssa, Rabies)

Tollwut ist eine akute, tödlich endende Infektionskrankheit der Tiere und des Menschen. Sie gehört zu den schwersten Infektionskrankheiten, auch in den hoch zivilisierten Ländern. Der Erreger ist ein Virus (Rabies-Virus), das über die aufsteigenden Nervenbahnen in das Gehirn gelangt, dort Entzündungen und Degenerationen der grauen Hirnsubstanz hervorruft und unter Krämpfen und Herzlähmung zum Tode führt.

Hauptinfektionsquelle ist in Europa der Fuchs. Die Übertragung erfolgt über den Speichel eines infizierten Tieres, wenn er auf die verletzte Haut, auf Schleimhautläsionen oder Lidbindehäute gelangt. Die Inkubationszeit beträgt 1- 3 Monate, selten bis zu 10 Monate. Im Krankheitsverlauf unterscheidet man 3 verschiedene Stadien: 1. das Stadium, in dem die Tiere schläfrig und apathisch sind; 2. das Stadium (bei der sog. stillen Wut nicht ausgeprägt), in dem die Tiere aggressiv und leicht erregbar sind, und 3. das Stadium mit Lähmungserscheinungen. Die klinischen Symptome bestehen in Speichelfluss, Durst, Schluckkrämpfen (dadurch Furcht vor Wasser), Sehstörungen, Toben und/oder Lähmungen.

Die Krankheit muss nicht sofort sichtbar sein. Im Zeitraum von 3 Wochen bis 3 Monaten (in Ausnahmefällen sogar bis zu einem Jahr) nach der Bissverletzung kommt es zur Rötung mit einem Kribbeln der Bissnarbe, im weiteren Verlauf zu Krämpfen der Schlund-, Kehlkopf- und Atemmuskulatur mit Erstickungsgefühl, Atemnot, Erregungszuständen und Herzlähmungen mit Todesfolge.

Die Tollwut ist weltweit verbreitet. Die Weltgesundheitsorganisation schätzt jährlich eine Gesamtzahl von 60.000 Erkrankten. Die höchsten Erkrankungszahlen werden aus Süd- und Südostasien gemeldet. In Deutschland konnte durch systematische Bekämpfungsmaßnahmen (z.B. durch die Immunisierung der Füchse) die Erkrankung bei Wild- und Haustieren nahezu eliminiert werden. Dadurch besteht das Tollwutinfektionsrisiko für Menschen in Deutschland fast ausschließlich bei Reisen in Länder mit erhöhten Tollwutinfektionsrisiko. Nach einer Bissverletzung muss aber immer umgehend ein Arzt aufgesucht werden.

In den industrialisierten Ländern findet sich der Tollwuterreger hauptsächlich bei wild lebenden Waldtieren. Füchse sind die Hauptvirusträger, von ihnen geht die Übertragung auf Haustiere aus. Deshalb sind Hunde und Katzen die häufigste Infektionsquelle für den Menschen. Die Impfung der Füchse mit Impfstoffködern hat in Europa zur Eindämmung und teilweise sogar Ausrottung der Tollwut geführt. In Europa treten jährlich nur noch vereinzelte Fälle auf, die höchsten Erkrankungszahlen finden sich in Südostasien, danach folgen Afrika und Lateinamerika.

Übertragung:
Die Tollwutviren werden hauptsächlich durch Tierbisse (v.a. Hunde, Katzen, Fledermäuse) auf den Menschen übertragen, aber auch über Hautverletzungen oder direkten Kontakt des infektiösen Tierspeichels mit der menschlichen Schleimhaut. 

Beim Menschen sind Bisswunden sofort örtlich zu desinfizieren, anschließend ist die Impfung mit Tollwutvaccinen unverzüglich durchzuführen; bei Haustieren sind Therapieversuche und die Schlachtung erkrankter Tiere untersagt. Für die Tollwut besteht Anzeigepflich. Die Vorbeugung besteht in der Reduzierung der Fuchspopulation, in der Einrichtung von Katzen- und Hundesperren sowie in der Impfung von Katzen und Hunden.

Alle diese Informationen sind auf keinen Fall ein Ersatz für professionelle Beratung oder Behandlung durch ausgebildete und anerkannte Ärzte. Die Infos hier können und dürfen nicht dazu verwendet werden, eigenständig Diagnosen zu stellen oder Behandlungen anzufangen.

Wann ist die Impfung sinnvoll?

Die Erkrankung tritt weltweit auf und führt nach Ausbruch immer zum Tod. Deshalb ist die vorbeugende Impfung gegen Tollwut für alle wichtig, die häufig mit möglicherweise erkrankten Wildtieren, Hunden oder anderen Tieren in Kontakt kommen. Dazu gehören Tierärzte, Tierpfleger, Jäger, Forstpersonal und andere Personen die in Gebieten mit Wildtollwut Kontakt zu Tieren haben, wie Tierhändler oder Schlachter, sowie Personal in Laboratorien mit Tollwutrisiko. Auch Personen, die engen Kontakt zu Fledermäusen haben sind gefährdet.
Außerdem ist die Impfung nach jeder Verletzung durch ein tollwutverdächtiges Tier Pflicht. Als Verletzung gelten nicht nur Bissverletzungen, sondern auch leichte, nicht blutende Kratzer. Suchen Sie deshalb sofort einen Arzt auf, wenn Sie durch ein tollwutverdächtiges Tier verletzt wurden. Rechtzeitig begonnen liegt die Schutzrate bei 100 Prozent.
Reisende, die in tollwutgefährdete Länder fahren und dort längere Zeit unterwegs sind oder Abenteuer-Reisen unternehmen, tragen ebenfalls ein erhöhtes Risiko an Tollwut zu erkranken. In den Tropen und Subtropen muss jedes Tier als tollwutverdächtig gelten. Das gilt ganz besonders für Straßenhunde. Gerade Kinder gehen mit Tieren sehr unkritisch um. Hinzu kommt, dass in diesen Reiseregionen nach einem Tierbiss häufig keine sofortige Tollwutvorsorge möglich ist. Für normale Urlaubsreisen reicht es völlig aus vorsorglich keine Tiere, wie Hunde und Katzen, zu streicheln oder zu füttern.
Die Impfung ist für Kinder jeden Alters möglich.

Wie oft muss man impfen?
Die Tollwut-Impfung verläuft je nach Präparat unterschiedlich. In der Regel sind für einen vollständigen Impfschutz drei Impfungen notwendig. Eine Woche nach der ersten Impfung erfolgt die zweite, nach weiteren zwei Wochen die dritte Impfung (Tage 0, 7, 21 oder 28).
Zwei Wochen nach der dritten Impfung besteht bereits ein recht guter Schutz. Wer dauerhaft infektionsgefährdet ist, muss die Impfung regelmäßig auffrischen. Der Impfschutz hält zwischen zwei und fünf Jahren an, je nach Risiko.

Quelle: Melanie Iris Zimmermann, Apothekerin - http://www.netdoktor.de/reisemedizin/impfungen/fakta/impf_tollwut.htm


 

 

hdanavneu.gif

biotopneu.gif