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Biologie
Der Wald
Laubwald
In den Laubwäldern gibt es eine große Anzahl verschiedener Baumarten. Alle
Laubbäume werfen im Herbst ihre Blätter ab, überwintern und treiben im Frühjahr
aus ihren Knospen neue Blätter aus.
Kommt eine Baumart besonders häufig vor, unterscheidet man z. B. Eichen-,
Buchen- oder Erlenwälder.
Viele der Baumarten sind für die Ernährung des Rotwildes und der Vögel
besonders wichtig.
In den meisten Fällen werden von den Forstleuten aber Mischwälder angepflanzt. Die Forstwirtschaft hat
die Aufgabe, den Zustand und die Veränderung der Wälder zu kontrollieren und
Maßnahmen zu ihrer Erhaltung und Pflege zu treffen. Im Gegensatz zu den Nadelwäldern gibt es in den Laubwäldern viele
Pflanzenarten.
Die Forstwirtschaft muss
für die richtige Nutzung des Waldes,
für die Erhaltung der Waldflächen,
für die Vermehrung von Waldflächen,
für den Fortbestand gesunder Mischwälder sorgen.
In den Wäldern
finden wir verschiedene Laubbäume, z.B.:
Eiche:
Die Eiche ist ein sehr großer und starker Baum, der bis zu 1000 Jahre alt
werden kann.
Man erkennt den Baum leicht an den Blättern. Seine Früchte heißen
Eicheln.
Eichenholz ist besonders fest und ein wertvolles Nutzholz.
Buche: Die Buche wird ca. 30m hoch und ungefähr 200 Jahre alt. Sie hat eine
silbergraue, glatte Rinde.
Die Buche verträgt sehr viel Schatten und verdrängt
durch ihren Schattenwuchs oft andere
Bäume.
So bilden sich oft reine
Buchenwälder. Die Früchte der Buche heißen Bucheckern. Sie
dienen manchen Tieren
als Nahrung.
Das Buchenholz ist schwer und hält großem Druck stand. Aus den Samen kann man
Öl
gewinnen.
Ahorn: Ahornbäume stammen aus dem Gebirge, sind aber auch in Städten zu finden. Die
Blätter des
Ahorns sind groß und fünflappig. Die Ahornfrüchte werden
aufgespalten gerne als Nasenzwicker
verwendet.
Der Ahornbaum wird ca. 25m hoch und 400 Jahre alt.
Birke: Birkenbäume wachsen rasch und gedeihen auf jedem Boden. Die Birke wird bis zu
30m hoch.
Sie hat meist hängende Zweige und ist leicht an der weißen Rinde zu
erkennen. Die Blätter sind dreieckig. Das Birkenholz eignet sich gut für
Brennholz und Möbelerzeugung.
Das Holz dieser Bäume - außer von der Birke - verwendet man zum Herstellen von Geigenbögen und Fagotten.
Vorrangig in Laubwäldern kann man aber auch neben den Bäumen Pflanzen, auch blühende Pflanzen finden, so z..B.:
Der Nadelwald
Ein Wald, in dem hauptsächlich Nadelbäume wachsen heißt Nadelwald.
In den Nadelwäldern ist es das ganze Jahr über dunkel, da die Bäume ihre
Nadeln nicht abwerfen. Sie bieten dem Wild und den Vögeln guten Schutz. Auch im
Winter sind die Tiere unter den Bäumen vor Schnee und Kälte geschützt.
Pflanzen können aber in diesem trüben Licht mitten
im Wald nicht gedeihen. Man findet hier nur Moose, Farne, Pilze und Flechten.
Nadelwälder sind das ganze Jahr grün, weil die Bäume ihre Nadeln nicht jedes
Jahr abwerfen. Fichtennadeln haben eine Lebensdauer von sieben Jahren, dann erst
fallen sie ab. Die Föhrennadeln fallen alle zwei bis drei Jahre ab.
Nadelbäume wachsen sehr schnell. Sie haben einen durchgehenden Stamm, der
sich überhaupt nicht, oder wie bei den Kiefern- nur im oberen Teil verzweigt.
Sie liefern deshalb ein gutes Nutzholz. Sie haben weiches Holz. Unsere wichtigsten Nadelbäume haben Zapfen, in denen sich die Samen
entwickeln.
Man findet
hier verschiedene Nadelbäume, z.B.::
Tanne: Tannenbäume können über 400 Jahre alt werden. Sie werden bis zu 45m hoch und
haben einen
kräftigen, weißgrauen geraden Stamm.
Die Früchte der Tanne heißen Tannenzapfen und stehen aufrecht auf den
Zweigen. Die Zapfenspindel bleibt an den Zweigen zurück.
Aus dem weichen Tannenholz macht man Möbeln.
Fichte: Fichtenbäume werden bis zu 300 Jahre alt. Sie können bis zu 45m hoch werden.
Die Fichte hat
eine rötlich-braune schuppige Rinde.
Bei den Fichten hängen die Zapfen an den Ästen nach
unten. Die Fichtennadeln
sind spitz und wachsen rund um die Zweige. Sie wächst sehr schnell.
Fichtenholz verwendet man zur Herstellung von Papier und Möbeln.
Lärche: Die Lärche ist der einzige Nadelbaum, der im Herbst die Nadeln
abwirft. Die Nadeln sind weich,
kurz und hellgrün. Sie stehen in Büscheln. Die
kleinen Zapfen fallen erst mit dem abgestorbenen
Ast ab.
Die Lärche wird bis zu 40m hoch und kann 600 Jahre alt werden.
Der Stamm ist anfangs graubraun und glatt, später hellbraun und zerfurcht.
Ursprünglich war die Lärche in den Alpen beheimatet, heute wird sie vielfach als
Zier- und Forstbaum verwendet.
Das Holz verwendet man zur Herstellung von Fußböden. Aus den
Nadeln gewinnt man ein terpentinhaltiges Öl.
Kiefer: Die Kiefer wird auch Föhre genannt. Sie wird bis zu 200 Jahre alt und 40 m
hoch. Die Nadeln sind spitz und stehen paarweise, dicht wachsend und sind
grau-bis blaugrün und längsgestreift. Die Zapfen sind zuerst grün und geschlossen, reifen und fallen erst nach drei
Jahren ab.
Kiefernzapfen zeigen das Wetter an. Ist es trocken, entfalten sie sich. Ist
es aber feucht, dann schließen sie sich.
Kieferholz verwendet man für Bauholz und Möbel. Aus dem Harz wurde Pech
erzeugt.
Die Wälder sind für uns alle von größtem Wert.
Die Stockwerke des Waldes
Wälder bestehen nicht nur aus Bäumen, sondern auch aus unzähligen Pflanzen und Tieren, die hier gemeinsam leben. Der Wald ist im Grunde ein Haus mit vielen Stockwerken, in denen Tiere und Pflanzen zu Hause sind.
Die Kronenschicht
Im Obergeschoß des Waldes herrscht reges Leben. Das sind
die Wipfel der Bäume. Es wird auch Kronendach genannt. Hier leben verschiedene
Tierarten wie Vögel, Insekten, Eichhörnchen....

Mittlere Schicht
In dieser Schicht wachsen viele junge Bäume und Sträucher. Hier stehen Bäume,
die einmal ganz große Bäume werden. Sie sind die nächste Generation, damit sich
der Wald immer wieder verjüngt. Sie bieten vielen Tieren Nahrung, Deckung und
Nistplätze. Das Waldinnere wird vom Wind geschützt.
Krautschicht und Bodenschicht
Das ist das Erdgeschoß des Waldes.
Hier wachsen viele Kräuter, Gräser und Farne. Es ist ein Lebensraum für viele
Schnecken, Spinnen, Käfer,.....
Die Bodenschicht besteht aus der Moosschicht, dem Wurzelwerk und dem
Mineralboden.
Die Wurzelschicht
Das ist der Keller des Hauses. Bäume und Sträucher strecken alle ihre Wurzeln
bis zu 10 Meter tief in den Boden, um die lebensnotwendigen Nährstoffe zu
bekommen. Sie breiten sich aber nicht nur in der Tiefe sondern auch seitlich
aus. Das gibt den Bäumen den Halt um Unwetter und Stürme zu
überstehen.
Einige Tiere des Waldes sind z.B.
Reh
Wildschwein
Fuchs
Baummarder
Eichhörnchen
Hirsch
Buchfink Buntspecht Eichelhäher Habicht Waldkauz
Bedeutung des Waldes:
Der Wald als Erholungsraum
Waldspaziergänge sind eine Erholung für die Lungen. Du findest im Wald Ruhe
und Entspannung.
Die Wälder produzieren Sauerstoff. Die grünen Pflanzen nehmen bei Tageslicht
Kohlendioxyd, das sie zu ihrer Ernährung brauchen, aus der Luft auf und geben
Sauerstoff ab.
Der Wald ist ein Luftverbesserer. Die Bäume wirken wie riesige Filter. Mit
ihren Blättern und Nadeln fangen sie Staub- und Rußteilchen ab. Auch
schädliche, gasförmige Stoffe, die in der verschmutzten Luft enthalten sind,
werden vom Laubwerk aufgenommen. Die Wälder sind also wichtige
Sauerstofflieferanten.
Der Wald als Wasserspeicher
Der Wald beeinflusst den Wasserhaushalt der Landschaft. Ein Teil des
Regenwassers verdunstet an Blättern und Sträuchern. Ein Teil wird vom Moos
aufgesogen. Nur ganz wenig Wasser fließt oberirdisch ab, der Rest dringt in den
Waldboden ein und wird dort gespeichert.
Wasser, das der Waldboden nicht mehr aufnehmen kann, sickert langsam
gefiltert zum Grundwasser ab und bildet Quellen und fließt gleichmäßig in Bächen
und Strömen.
Das verdunstete Wasser kehrt als Tau oder Regen wieder zur Erde
zurück.
Der Wald als Erhalter der
Landschaft
Ein gesunder Mischwald ist für die Erhaltung und Bildung des Bodens von
größter Bedeutung. Die oberirdischen Teile der Pflanzen bremsen den Wind und schützen den Boden
vor Verwehung und Austrocknung.
Im Gebirge ist der Wald der beste Schutz gegen Steinschlag, Muren und
Lawinen.
Der Wald als Holzlieferant
Seit jeher dient der Wald als Holzlieferant. Holz ist der älteste Rohstoff
der Erde. Holz ist ein wichtiger Rohstoff für viele Dinge, die wir täglich
brauchen: Beim Hausbau, zur Möbelerzeugung, zur Papiererzeugung.....
Gefahren für den Wald
Im Laufe von Jahrtausenden entstanden in vielen Ländern der Erde durch Waldrodungen große Steppen- und Wüstengebiete. Durch Abholzung geht ständig Wald verloren. Durch Waldbrände werden große Waldflächen zerstört. Durch die Verpestung der Luft gehen viele Wälder zugrunde. Giftige Abgase haben auf das Wachstum der Bäume einen schädlichen Einfluss. Durch Salzstreuung werden oft Alleebäume zerstört.
Aber gib acht! Risiken gibt es auch für uns im Wald !
Ein paar Tipps, die für Waldbesucher evtl. interessant sind:
Zecken
Je nach Region und Jahreszeit besteht
die Gefahr von Zecken befallen zu werden. Da durch den Zeckenstich gefährliche
Krankheiten übertragen können, sollten einige Verhaltensregeln beachtet
werden.
Am sichersten jedoch ist bestimmt eine vorbeugende Zeckenschutzimpfung.
Eichenprozessionsspinner
Die Raupenhaare dieser imposanten
Raupe können eine gesundheitliche Gefährdung für Menschen darstellen. Ab der
dritten Raupengeneration dieses Schmetterlings bilden die Tiere Gifthaare (sog.
Setae) aus, die das Eiweißgift Thaumetopein enthalten.
Die Gifthaare können bis zu hundert Meter weit mit dem Wind verdriftet werden
und Krankheitssymptome hervorrufen.
Die Symptome, die durch sie ausgelöst werden können, sind nicht artspezifisch
und können durch die Raupen verschiedener Schmetterlingsarten ausgelöst werden.
Fuchsbandwurm
Früchte, Beeren und Pilze können mit
den mikroskopisch kleinen Eiern des Fuchsbandwurmes infiziert werden. Für den
Menschen kann eine Infektion mit dem Fuchsbandwurm tödliche Folgen haben. Um
das Risiko beim Verzehr zu senken, sollten Sie Früchte, Beeren und Pilze
gründlich waschen und stark erhitzen.
Berühren Sie keine kranken oder toten Tiere im Wald. Verständigen Sie
gegebenenfalls den zuständigen Revierleiter oder die jeweils zuständige untere
Forstbehörde.
Tollwut
Berühre keine kranken oder toten
Tiere im Wald. Verständige gegebenenfalls den zuständigen Revierleiter oder die
jeweils zuständige untere Forstbehörde.
Die Tollwut ist eine virusbedingte Infektionskrankheit, die durch den Speichel
infizierter Tiere, in der Regel durch Biss oder Kratzen übertragen wird.
Intakte Haut kann vom Tollwut-Virus nicht durchdrungen werden.
Nahezu alle Säugetiere - also auch der Mensch - und Vögel können an der
Tollwut erkranken. Sie wird vornehmlich durch Fleischfresser übertragen, an
erster Stelle steht der Fuchs.
Seit einigen Jahren versucht die Forstverwaltung, den Fuchs durch eine
Schluckimpfung zu schützen. Dabei wird der Impfstoff von den Tieren mit
ausgelegten Hühnerkopfködern aufgenommen.
Die Inkubationszeit, also die Zeit zwischen dem Biss durch ein infiziertes Tier
bis zum Auftreten erster Krankheitszeichen beträgt zwischen acht Tagen und zwei
Monaten. Auch längere Inkubationszeiträume sind möglich.
Infizierte Tiere verhalten sich auffällig. Sie werden nervös, scheu, haben
Schluckbeschwerden und vermehrten Speichelfluss. Im weiteren Verlauf der
Krankheit werden die Tiere aggressiv, beißen und schnappen nach Artgenossen und
Menschen. Kurz vor ihrem Tod, der nach kurzem Krankheitsverlauf folgt, treten
hochgradige Lähmungserscheinungen auf. Eine Therapie der Tollwut ist nicht
möglich. Umso wichtiger ist es, Hunde und Katzen, eventuell auch Pferde, durch
eine vorbeugende Impfung zu schützen, die im Impfpass eingetragen wird und mit
der auch ein Grenzübertritt ins Ausland erlaubt ist, sofern keine anderslautenden
Einfuhrbestimmungen oder Quarantäne vorgeschrieben sind.
Die Tollwut gehört zu den anzeigepflichtigen
Infektionskrankheiten!
Giftpflanzen
Viele der im Wald wachsenden Pflanzen sind essbar oder können sogar als
Heilpflanze genutzt werden. Jeder kann sich sachkundig machen - bei
Kräuterführungen, bei Pilzberatungsstellen...
Einige Forstbehörden bieten solche Kräuterwanderungen an, aber auch
Volkshochschulen oder andere Bildungseinrichten haben das Thema in ihrem
Angebot. Für das Selbststudium gibt es reichhaltige Fachliteratur bei
Ihrem Buchhändler.
Wer sich allerdings entschließt Essbares oder gar Arzneien aus dem Wald mit
nach Hause zu nehmen, der sollte seiner Sache ganz sicher sein. Ein
Ausprobieren tödlich sein! Darum müssen Eltern ihren Kindern
eindringlich klarmachen, dass man nicht einfach von Früchten oder Pilzen
naschen darf.
Sollte es dennoch passieren, dass ein Kind etwas Unbekanntes gegessen hat, kann z.B. der nächstgelegene Arzt sollte aufgesucht werden oder die Giftzentrale in Berlin weiterhelfen.
Wildunfälle
Kommt es zu Wildunfällen, ist in den
meisten Fällen zu hohes Tempo die Ursache!
Kommt es doch einmal zu einem Zusammenstoss, sollte man z.B. Folgendes beachten:
http://www.wald-online-bw.de/4erlebnis/2waldknigge/knigge.htm
Verhalten
im Wald Bilder:
© Monika
Frunzke
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