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Biologie
Falter




Schmetterlinge

Wer kennt das nicht? Bei schönem, warmem Wetter im Garten oder auf einer Wiese sitzen, ausspannen und sich an der Schönheit der Natur erfreuen? Dazu gehören ganz sicher auch die Schmetterlinge, über deren Farbenvielfalt man eigentlich nur staunen kann.

Die Schmetterlinge oder Falter bilden mit mehr als 180000 Arten nach den Käfern die artenreichste Insekten-Ordnung. Und jährlich werden etwa 700 Arten neu entdeckt. Sie sind auf allen Kontinenten, außer der Antarktis, verbreitet. In Mitteleuropa sind sie mit ca. 4000 Arten vertreten.
Der deutsche Name „Schmetterling“ kommt vom ostmitteldeutschen "Schmetten", was so viel bedeutet wie Schmand oder Rahm. Da von diesem einige Arten angezogen werden, kam es im Laufe der Zeit zu dem "Schmetterling" (etwa im 18. Jh.), womit die Menschen damals Milchdieb, Molkenstehler o.ä. meinten.

Merkmale:
Der Körperbau der Schmetterlinge entspricht im Grunde genommen dem aller übrigen Insekten:
Sie besitzen ein äußeres
Skelett, das aus Chitin besteht und mehrere Chitinplatten sind in Ringen angeordnet und durch Gelenkhäute beweglich verbunden. Auch die Beine und die Fühler bestehen aus solchen Ringen.
Unterteilt wird der Körper in Kopf, Brust und Hinterleib. Beim Kopf der Schmetterlinge sind die Fühler, die Augen und bei den meisten Arten die Mundwerkzeuge mit dem
Saugrüssel sehr auffällig.  Am Brustkorb sind die meist großen und sehr zarten Flügel aufgehängt, sie dominieren die Gestalt der Falter .
Schmetterlinge erreichen eine Körperlänge (ohne Flügel gemessen) bis 100 Millimeter.
Als größter Schmetterling gilt der
Eulenfalter aus Südamerika. Diese Falter erreichen Flügelspannweiten von 25 bis 30 cm.
Der
Königin-Alexandra-Vogelfalter ((auch:Queen-Alexandra-Vogelfalter)  ist mit Spannweiten von 20 bis 28 cm und einer Körperlänge von 7,5 cm der größte Tagfalter. Beheimatet ist er in Neuguinea.
Die kleinsten Falter sind Angehörige der
Schopfstirnmotten mit einer Flügelspannweite von nur 1,5 bis 2 mm.
Als Falter mit der größten Flügelfläche gilt der
Atlasspinner aus Südostasien.

Fühler
Der Bau der Fühler kann sehr unterschiedlich sein,  stellt ist er für eine Schmetterlingsfamilie etwas Charakteristisches.
Es gibt fadenförmige, gekeulte (fadenförmig, am Ende eine Verdickung), gesägte (auf einer Seite abstehende Fortsätze) und gekämmte Fühler. Aber diese sind z.T. bei den Geschlechtern unterschiedlich gebaut, d.h., bei den Männchen stärker ausgeprägt.
Schmetterlinge können mit ihnen riechen, manche auch tasten, schmecken und
Temperaturen wahrnehmen. Kleine Härchen, die auf den Fühlern verteilt sind, nehmen diese Reize wahr. Durch die Form der Fühler (gesägt oder gekämmt) wird die Oberfläche stark vergrößert und damit der Geruchssinn verbessert. Männchen können dadurch die von den paarungsbereiten Weibchen abgegebenen Pheromone (Botenstoffe) über eine große Entfernung wahrnehmen. Dies ist vor allem bei Faltern wichtig, die in sehr zerstreuten Populationen (das ist eine Gruppe von Individuen einer Art) leben und deswegen nicht durch Zufall aufeinander stoßen. Die Weibchen z.B. erriechen mit ihren Fühlern die richtigen Raupenfutterpflanzen.

Mundwerkzeuge / Augen
Bei den Schmetterlingen sind die Mundwerkzeuge im Vergleich zu anderen Insekten sehr spezialisiert und abgewandelt. Ihre Oberkiefer sind stark verkümmert, nur die Familie der
Urmotten nutzt diese noch als Beißwerkzeuge. Die Unterkiefer bilden zwei flexible Halbröhrchen, die über Falznähte verbunden sind. Dadurch wird zwischen den beiden Röhrchen das Saugrohr gebildet, mit dem die Falter ihre Nahrung aufsaugen können. Diese muss flüssig sein, z.B. Blütennektar und Pflanzensäfte. In Ruhestellung wird der Saugrüssel unter dem Kopf eingerollt.
Schmetterlinge verfügen u.a. auch über Tast- und Riechorgane.

Die Länge des Rüssels ist je nach Art sehr unterschiedlich. Die Schwärmer haben die längsten Rüssel, die längsten sind 280 mm. Damit können sie in die besonders engen Blütenhälse von
Orchideen eindringen. Der Rüssel des Totenkopfschwärmers ist dagegen sehr kurz, aber kräftig gebaut.
Mit ihm können sie auch Pfeiftöne erzeugen.

Bei einigen Schmetterlingsarten ( z. B.
Pfauenspinnern)   ist der Rüssel gänzlich zurückgebildet. Die Urmotten haben keinen Rüssel.
Die Augen sind wie bei anderen Insekten als
Facettenaugen ausgebildet. Diese bestehen aus bis zu 6000 kleinen Einzelaugen. Neben diesen haben viele Schmetterlingsarten zusätzlich ein Paar Einzelaugen, mit denen sie ihren Tag-Nacht-Rhythmus steuern. Im Gegensatz zu den Tagfaltern besitzen die Nachtfalter Pigmentzellen in ihren Augen, mit denen sie die einfallende Lichtintensität regulieren können.
Falter erkennen keine roten Farben, dafür sind sie im
Ultraviolettbereich empfindlich. Die Nachtfalter werden von UV-Lampen angezogen. Mit ihren Augen können Schmetterlinge etwa 200 m weit sehen. u

Brustabschnitt
Der Brustkorb (Thorax) besteht aus drei ringförmigen Teilen, welche die gesamten Bewegungsorgane der Tiere umfassen. Auf jedem Segment ist ein Beinpaar platziert. Bei vielen Tagfaltern ist das erste Beinpaar zu Putzspornen zurückgebildet, die nur zur Reinigung verwendet werden. Die Beine bestehen aus Hüfte, Schenkelring, Schenkel, Schiene und Fuß. Der Fuß wiederum besteht aus fünf Gliedern, am letzten sind Klauen zum Festhalten ausgebildet. Bei manchen Faltern befinden sich auf den Füßen (Tarsen) Sinnesorgane zum Schmecken. Die Beine der
Olivbraunen Zünslereule, das ist ein Nachtfalter, tragen Dornen und große Haarbüschel, die wahrscheinlich Duftstoffe verteilen. Auf den beiden hinteren Segmenten des Brustkorbes sitzen die beiden Flügelpaare.
Schmetterlinge können hören. Ihre Ohren befinden sich im hinteren Bereich des Brustkorbes oder zwischen Brustkorb und Becken in einer von einer dünnen Membran bedeckten Grube. Diese Membran funktioniert ähnlich wie das menschliche
Trommelfell.

Flügel
Die Flügel sind bis auf wenige Ausnahmen die eigentlichen Bewegungsapparate der Falter. Die Vorder- und Hinterflügel sind einzeln aufgehängt, werden aber bei einigen Arten im Flug mitunter durch besondere Mechanismen miteinander gekoppelt. Über die Flügel verlaufen die
Flügeladern. Diese werden nach dem Schlüpfen, wenn die Flügel schlaff und unbeweglich sind, mit einer Blutflüssigkeit gefüllt. Danach können die Flügel trocknen, diese Adern verlieren ihre Funktion.
Die Flügel sind auf der Ober- und Unterseite mit Schuppen bedeckt. Bei den meisten Schmetterlingen ist auch der Körper mit Schuppen bedeckt, das sind abgeflachte, artspezifische Haare, die dachziegelartig auf den Flügeln liegen und die Flügeladern verdecken.
Die Flügel sind für die Bestimmung von Schmetterlingen besonders wichtig.
Schmetterlinge sind oft auffällig gefärbt. Die Färbung entsteht meist durch
Pigmente, z. T. durch spezielle Oberflächenstrukturen, die Lichtbrechungseffekte verursachen. Die einzelnen Schuppen sind immer nur einfarbig, aber ihre Form variiert stark. Die häufigste ist die schildförmige mit drei bis fünf Spitzen und einem verankerten schmalen Stiel am Ende. Andere sind lanzenförmig oder kreisrund. Manche Schuppen, die dann meist nebeneinander liegen und mit Haarbüscheln versehen sind, ermöglichen das Aussenden von Gerüchen durch Poren. Diese Duftschuppen erleichtern den Geschlechtspartnern das gegenseitige Auffinden. Bei den Glasflüglern sind große Bereiche der Flügel anfangs noch lose beschuppt, werden aber beim ersten Flug durch den Verlust der Schuppen durchsichtig und glasklar.
Bei den Weibchen mancher Arten, selten bei den Männchen, sind die Flügel komplett zurückgebildet. Sie können sich nur laufend fortbewegen. Das ist z.B. bei den
Echten Sackträgern der Fall. Bei den Spannern gibt es Arten mit verkürzten Flügeln.
Schmetterlinge derselben Art haben die gleiche Färbung. Meistens handelt es sich hierbei um dunklere bis komplett schwarze Exemplare.

Das Abdomen besteht aus zehn gleichförmig gestalteten Segmenten, die mit artspezifisch gefärbten Schuppen bedeckt sind. Dort finden sich die lebenserhaltenden Organe, ein schlauchförmiges Herz, das Nervensystem, der Verdauungstrakt und die Geschlechtsorgane sowie verschiedene Drüsen, die vor allem Duftstoffe produzieren. Die Geschlechtsorgane sind artspezifisch gebaut und deshalb für die Bestimmung sehr wichtig. Außen trägt das Männchen einen Klammerapparat, um das Weibchen während der Paarung festzuhalten. Das Weibchen ist mit einer Legeröhre ausgestattet. Bei manchen Arten besitzen die Weibchen am Ende des Hinterleibs Haarbüschel, die über den Eigelegen zur Tarnung abgestreift werden können. Andere Arten weisen Dornen auf, die beim Berühren Gift absondern.

Innerer Aufbau
Schmetterlinge haben ein röhrenförmige Herz, dieses pumpt in einem einfachen Kreislauf das Blut, das um die Organe herumfließt. Das Blut dient dazu, Nährstoffe im Körper zu verteilen, es transportiert aber keinen Sauerstoff bzw. Kohlendioxid. Der Gasaustausch erfolgt über Tracheen, die mit ihrem verzweigten Rohrsystem alle Organe mit Sauerstoff versorgen. Der wird durch seitliche Öffnungen in den Körper gepumpt.
Das Nervensystem findet sich auf der Unterseite unterhalb des Darms. Es besteht aus zwei Nervensträngen, die parallel verlaufen. Am vorderen Ende des
Bereichs zwischen Brustkorb und Becken führen die Stränge um den Darm herum und verbinden sich mit Kopfganglien des Gehirns. Diese beiden Nervenabschnitte sind voneinander unabhängig.
Das Verdauungssystem beginnt mit einem muskulösen Rachen, der die Nahrung vom Mund durch die Speiseröhre in den Nahrungsspeicher führt. An diesen schließt der Mitteldarm an, in dem Nährstoffe in das Blut aufgenommen werden. Darauf folgt der Enddarm. Es gibt nicht nur Schmetterlinge, die keine Nahrung zu sich nehmen und dadurch das Verdauungssystem nutzlos ist, sondern auch solche, die überhaupt kein Verdauungssystem mehr aufweisen, z.B. bei manchen Pfauenspinnern.
Die inneren Geschlechtsorgane bestehen bei den Männchen aus zwei über dem Darm liegenden Hoden, bei vielen Arten sind sie zusammengewachsen. Sie sind durch schmale Röhren
mit dem Ausführungsgang der Samenblase verbunden, der als Penis fungiert und die Spermien in das Weibchen überträgt. Meistens werden die Spermien aber in einer Blase mit härterer Hülle gespeichert und übertragen. Die Weibchen haben zwei Eierstöcke, die mit je vier Schläuchen verbunden sind, in denen die Eier gebildet werden.

Tarnung (Beispiele)
Schmetterlinge haben viele Fressfeinde. Deshalb haben sich im Laufe der Entwicklung zur Tarnung und Täuschung auf ihren Flügeln vielfach Zeichnungen entwickelt, die z.B. wie Tieraugen aussehen (Tagpfauenauge) oder aber gefährliche und giftige Tiere imitieren. Der Hornissen-Glasflügler sieht Hornissen zum Verwechseln ähnlich,
sodass Tiere einer dritten Art die beiden nicht sicher voneinander unterscheiden können und verwechseln.
Die falschen Augen verleiten die Räuber, an falscher Stelle zuzuschnappen. Es gibt auch Falter mit Schreckfärbung wie das Rote Ordensband.
Einige Tagfalter weisen auf der Oberseite der Flügel bunte Zeichnungen auf, auf der Unterseite sind die Flügel aber meist einfach gezeichnet und erscheinen oft wie welkes Laub. Dadurch sind sie mit geschlossenen Flügeln gut getarnt und der Umgebung angepasst.
Vor allem Nachtfalter, die am Tag meist auf Baumrinde sitzen, besitzen eine rindenähnliche Flügelfärbung. Vogelkotmimese ist auch eine weit verbreitete Tarnmethode. Raupen, Falter und Puppen sehen nicht nur aus wie Vogelkot auf der Blattoberseite, sie können diesen Eindruck auch noch durch eine entsprechende Körperhaltung verstärken (Ulmen-Harlekin).

Lebensweise und Verhalten

Ernährung
Die erwachsenen Tiere nehmen mit ihrem Saugrüssel nur flüssige Nahrung auf, meist Blütennektar. Dazu müsen sie viele verschiedene Blüten anfliegen, die sie dabei auch bestäuben. Darunter sind Pflanzen mit tiefen Blütenkelchen, die nur von Schmetterlingen bestäubt werden können. Aber die Schmetterlinge saugen auch andere süße Flüssigkeiten, z. B. Pflanzensäfte, Honigtau von Läusen und den Saft von faulendem Obst. Der Totenkopfschwärmer hat sich auf das Aussaugen von Bienenwaben spezialisiert. Wenn es sehr warm ist, saugen Schmetterlinge auch gern Wasser aus kleinen Pfützen, damit nehmen sie auch Mineralsalze auf. Es gibt auch ein paar Schmetterlingsarten, die sich von Tierexkrementen und Urin ernähren. Einige Nachtfalterfamilien, z.B. Eulenfalter und Spanner ( Afrika, Brasilien und Südostasien) trinken Tränenflüssigkeit. Einige Falterarten, die Tränenflüssigkeit trinken, saugen auch Blut aus Wunden. Bei einigen subtropischen Arten (Eulenfalter) ist der Saugrüssel zu einem
Stechrüssel umgebildet, dieser kann bis zu 7 Millimeter tief in die Haut des Wirtstieres eindringen. Sie ernähren sich vom Blut bestimmter Säugetiere und auch des Menschen. Daher können sie auch Krankheitserreger wie Viren übertragen.
Die Raupen, die anders gestaltet sind als die Falter, ernähren sich auch anders.
Zuerst fressen sie meist nach dem Schlupf die Ei-Schale. Danach fressen die meisten Raupen Blätter, Nadeln, Blüten, Samen oder Früchte verschiedener Pflanzen, wobei es viele Arten gibt, die auf bestimmte Pflanzen spezialisiert und angewiesen sind. Andere Schmetterlingsraupen ernähren sich von organischen Abfällen, Algen, Flechten oder auch räuberisch. Wenn Nahrungsmangel herrscht, kommt es auch zu Kannibalismus. Einige Arten ernähren sich sogar von Lebewesen, darunter die Raupe des hawaiianischen Weichtierfressers, welche sich vor allem von sehr kleinen Schnecken ernährt.

Flugverhalten
Abhängig von Art und Flügelform bzw. Flügelgröße gibt es mehrere Typen von Schmetterlingsflügen. Die einen fliegen im schnellen Schwirrflug, andere im schnellen bis hin zum langsamen Flattern.
Angetrieben werden die Flügel durch mehrere Muskeln des Brustkorbs. Die Flügel der Falter schlagen im Flug nicht einfach auf und ab, sondern sie drehen sich an der Basis, sodass sie eine "8" beschreiben. Zu den schnellsten Faltern gehören die Schwärmer, sSie können sich immerhin mit bis zu 50 km/h fortbewegen und im Flug, während des Nektarsaugens, auch stillstehen und sogar rückwärts fliegen. Nachtfalter haben neben dem normalen Flug auch ein Repertoire an verschiedenen Balzflügen zu bieten. Die ganz kleinen Falter können sich durch den Wind tragen lassen und schweben in der Luft. Im Allgemeinen ist der Wind ein wichtiges Transportmittel, nicht nur, um die Ausbreitung der Arten zu beschleunigen. Manche Arten, vor allem Echte Motten, sind flugträge. Als wechselwarme Tiere müssen sie sich erst aufwärmen, um fliegen zu können. Tagfalter nutzen dafür die Sonne, durch die große Flügelfläche können sie dies auch bei bedecktem Himmel tun. Nachtfalter müssen sich durch Vibrieren der Flügel und die aus der Bewegung der Muskeln resultierende Wärme aufheizen. Wenn die Körpertemperatur an sonnigen, sehr heißen Tagen zu hoch wird, setzen sich die Falter in den Schatten und kühlen sich durch Flügelschlag.

Überwinterung
Schmetterlinge, die in Klimazonen leben, in denen es kalte Jahreszeiten gibt, müssen überwintern. Als Imago tun dies, z. B. der Zitronenfalter oder das Tagpfauenauge. Sie verstecken sich in hohlen Bäumen oder in Tierbauten und verharren dort regungslos. Die meisten Schmetterlinge überwintern aber als Raupe, Puppe oder ungeschlüpft im Ei. Manche Raupen erwachen sogar an sehr warmen Wintertagen und fressen, bevor sie wieder in die Winterruhe fallen. Je nach Region benötigen die Raupen mehr als eine Überwinterung um ihre Entwicklung zu vollenden. Dies ist z. B. im Hochgebirge der Fall.

Wanderungen
Einige Schmetterlingsarten legen lange Wanderungen zurück. Viele sind aus dem Süden gekommen und können nördlich der Alpen nicht dauerhaft überleben. Sie werden auch als Wanderfalter bezeichnet. Im Frühjahr fliegen sie aus ihren Lebensräumen in Südeuropa und Nordafrika nach Norden bis über die Alpen, leben also über den Sommer in Mitteleuropa und in Teilen von Nordeuropa. Sie bilden hier sogar eine neue Generation. Sobald der Winter naht, fliegen die meisten wieder zurück in den Süden. Manche überwintern aber und überleben auch in besonders geschützten Verstecken. Der Grund der Wanderungen ist nicht genau bekannt, es könnte aber sein, dass z.B. ein Verdorren von Nektarpflanzen im Mittelmeerraum Ursache dafür ist.

Fortpflanzung und Entwicklung
Ursprüngliche Insekten verändern ihre Gestalt während ihres Lebens nicht, sie werden nur größer und müssen sich deswegen Häuten. Bei Schmetterlingen ändert die Metamorphose das Aussehen grundlegend. Sie wird hier vollständige Metamorphose genannt, denn neben dem Larvenstadium gibt es noch ein weiteres, nämlich das der Puppe. Somit haben die Schmetterlinge vier Entwicklungsstadien: Ei, Raupe, Puppe und Falter.

Balzverhalten
Die Balz ist ein sehr streng eingehaltenes Ritual. Sie beginnt normalerweise mit einem besonderen Flug und setzt sich am Boden durch das Umschreiten des Weibchens fort. Während des Fluges berühren sich oft die Flügel des Pärchens oder das Weibchen berührt mit ihren Fühlern die Flügel des Männchens. Die Paarungswilligkeit der Partner wird durch Duftstoffe verstärkt. Die männlichen wirken nur auf kurze Distanz, aber besonders die Nachtfalterweibchen locken die Männchen über große Entfernungen. Mit der Balz einher geht das Territorialverhalten der Männchen. Je nach Art werden bestimmte Bereiche wie z. B. Baumkronen und Hügelkuppen, Wegabschnitte oder kleine unbewachsene Stellen verteidigt.

Paarung
Nachdem das Weibchen die Spermatophore des Männchens empfangen hat, gelangt diese in eine Blase, aus der schließlich die Spermien in die Samenblase gelangen, in der sie oft für längere Zeit gelagert werden. Befruchtet werden die Eier erst während der Eiablage, bei der sie an der Öffnung der Samenblase vorbei gleiten. Die Eier werden mit einem Klebstoff an der Unterlage befestigt. Bei manchen Schmetterlingsarten kann das Weibchen ihre Eier auch ohne das Männchen befruchten.

Ei und Eiablage
Es gibt eine sehr goße Formenvielfalt der Eier, spindelförmig, oval, kugelig, halbkugelig, linsenförmig, flach zylindrisch. Genauso vielfältig ist auch die Oberfläche: glatt, eingedellt, sternförmig, gerippte,behaart, gezackt, mit Ornamenten. Das Muster ist immer regelmäßig.

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an unterscheidet aber zwei Haupttypen: flache Eier und aufrechte Eier. Bei den flachen befindet sich die nabelförmige Ausbuchtung, durch die das Spermium bei der Befruchtung in die Eizelle eindringt, an der Oberseite, bei den aufrechten ist die Ausbuchtung auf der Rückseite. Die letzteren kommen häufiger vor. Die Sauerstoffzuführ erfolgt durch Poren, im Ei befinden sich aber mit Luft gefüllte Kammern.
Die Größe der Eier ist verschieden, sie sind zwischen 0,5 - 2 mm groß. Auch die Färbung, vor allem während der Entwicklung, ist vielfältig. Ursache dafür ist, dass man die Färbung der heranwachsenden Raupe durch die leicht durchscheinenden Eischalen erkennen kann. Die meisten Eier sind anfangs hell, dann werden sie bis zum Schlüpfen der Raupe dunkler bis zu einem schwarz oder dunkelblau.

Die Ei-Ablage ist je nach Art sehr verschieden, sie ist an Form und Farbe der Eier angepasst. Die meisten Schmetterlinge legen ihre Eier einzeln, paarweise oder in Gruppen ab. Manche legen ihren gesamten Ei-Vorrat an eine einzige Stelle. Gelegt werden je nach Art 20 bis über 1000 Eier. Diese werden entweder ungeordnet in ein- oder mehrschichtigen Gelegen oder regelmäßig in Ei-Spiegeln nebeneinander oder ringförmig um Pflanzenteile gelegt. Sie können durch Haare des Afterbusches bedeckt sein, die das Weibchen abstreift und mit einem Sekret an die Eier klebt. Dadurch sind sie besser den Fressfeinden gegenüber getarnt. Manche Arten lassen ihre Eier aber wahllos auf den Boden fallen.
Gelegt wird meist auf der entsprechenden Futterpflanze, damit die Raupen schon nach dem Schlüpfen Nahrung vorfinden.
Die Raupen schlüpfen in der Regel nach 2 bis 3 Wochen, manchmal brauchen sie auch keine Woche. Bei vielen Arten überwintern   die Eier, dann schlüpfen die Raupen mitunter erst nach einem halben Jahr. Aber ihre erste Entwicklung ist dann meist schon vor dem Winter abgeschlossen, nur das Schlüpfen wird hinausgezögert. Nach dem Schlüpfen fressen viele Arten als erstes die Eischale. Vermutlich dient dies dazu, neben Nährstoffen lebenswichtige Mikroorganismen aufzunehmen, die von der Mutter an das Ei übergeben wurden.

Raupe
Die Raupe ist das Stadium des Schmetterlings, in dem er die meiste Nahrung zu sich nimmt. Es gibt sogar Arten, z.B. Pfauenspinner, die nur in diesem Stadium fressen. Diese Falter leben nur für die Fortpflanzung und sterben schon bald nach dem Schlupf.
Das Körpervolumen der Raupen vergrößert vergrößert sich sehr, deshalb häuten sie sich mehrmals, bis sie ihre endgültige Größe erreicht haben. Vor der Häutung schwillt die Raupe an, bis die alte Haut platzt und durch Muskelbewegungen nach hinten weggeschoben werden kann.
Der Rumpf der Schmetterlingsraupen besteht aus 14 gleichmäßig aneinander gereihten Segmenten, von denen die letzten drei meist zu einem Analsegment verwachsen sind.
 Aber die Raupen lassen sich auch in die drei Bereiche Kopf, Brust und Hinterleib unterteilen. Der Kopf ist gewöhnlich durch Chitineinlagerungen verhärtet. Auf der Unterseite außen haben sie zwei bis acht Paar Punktaugen. Am Kopfes dominieren die Mundwerkzeuge, sie sind stark ausgeprägt.
Die ersten drei Segmente mit je einem Beinpaar bilden die Brust. Am Rücken des ersten Segments befindet sich in der Regel ein mit Chitin verhärtetes Nackenschild. Seitlich davon gibt es je eine porenartige Öffnung, das der mit der Sauerstoffversorgung dient. Selten haben die anderen Brustsegmenten solche Öffnungen. Die darauf folgenden 11 Segmente bilden das Abdomen, es ist nicht deutlich vom vorderen Teil des Körpers getrennt. Jedes dieser Segmente trägt ein Stigma (Punkt) für die Atmung. Einige dieser Segmente tragen Gliedmaßen, ungegliederte Hautausstülpungen, die am Ende Hakenkränze zum besseren Festklammern besitzen. Das vierte und fünfte Segment ist beinlos.
Mehrere Familien weichen aber von dieser klassischen Raupenform ab, z.B. die Urmotten
Die Raupen führen meist ein verstecktes Leben und sind mit ihrer meist grünen oder braunen Färbung gut an ihre Umgebung angepasst. Raupen, die giftig sind, warnen ihre Feinde durch eine auffällige Färbung. Diese Raupen verstecken sich nicht, sie zeigen sich auf ihren Pflanzen. Es gibt aber Familien, z. B. die Trägspinner, bei denen die Raupen sehr außergewöhnlich aussehen.
Bei manchen Arten kann man ein Sozialverhalten beobachten. Die Raupen der Prozessionsspinner z.B. leben in großen Gespinsten miteinander und bewegen sich gemeinsam in langen "Prozessionen" zu ihren Nahrungsquellen.

Puppe
Ist die Raupe erwachsen, beginnt sie mit der Verpuppung, indem sie sich ein letztes Mal häutet. Dann findet die Metamorphose zum Schmetterling statt. Jetzt werden die Raupenorgane abgebaut oder zu Falterorganen umgebildet - die gesamte äußere Gestalt der Tiere ändert sich. Die Puppen der Schmetterlinge sind grundsätzlich Mumienpuppen, d.h., alle Körperanhänge werden mit einem Kitt an den Körper geklebt. Nur die Urmotten haben freie Puppen, bei denen die Gliedmaßen nicht verklebt sind. Die Puppe ist fast unbeweglich, sie kann nur den Hinterleib seitwärts schwingen und rollende Bewegungen ausführen. Manche besitzen an den Hinterleibssegmenten Dornen, mit denen sie sich in ihren Fraßgängen im Holz zur Öffnung vor arbeiten können, um nach dem Schlupf leichter ins Freie zu gelangen. Bei den primitiveren Familien können aber auch die Körperanhänge leicht bewegt werden.
Bei den Tagfaltern werden zwei Typen von Puppen unterschieden. Die einen werden Stürzpuppen, die anderen Gürtelpuppen. Stürzpuppen hängen frei baumelnd nach unten mit Häkchen an einer Gespinstverankerung. Gürtelpuppen sind durch einen Gespinstfaden mit einem Zweig o.ä. verbunden. Die Puppen der übrigen Schmetterlingsfamilien verpuppen sich entweder frei am Boden oder in einem gesponnenen Gespinst aus Seide, einem Kokon. Die Seide wird mit Spinndrüsen hergestellt. Damit der fertige Falter seine Puppe wieder verlassen kann, wird ein runder Deckel vorgesehen, der dann von innen aufgestoßen wird, oder eine Reuse erlaubt es dem Falter hinauszukriechen. Es kann aber kein anderes Tier eindringen. Andere Arten sondern aus der Mundöffnung eine Flüssigkeit aus, die den Kokon aufweicht.
Bei manchen Arten werden die Puppen ohne ein schützendes Gespinst hergestellt, deswegen müssen sie eine gute Tarnung haben. Manche Puppen können sogar zirpende Geräusche von sich geben, damit verwirren sie ihre Fressfeinde.
Die Puppenphase beträgt meist zwei bis vier Wochen. Manche Arten überwintern aber als Puppe. Hier entwickeln sich die Falter schon vor dem Winter, schlüpfen aber erst im Frühling. Manchmal ruhen die Falter in den Puppen länger als einen Winter. So können die Frühlings-Wollafter bis zu sieben Jahre in ihrer Puppe verharren, bevor sie schlüpfen.
Der Seidenspinner liefert wohl das bekannteste Beispiel eines Kokons, denn aus ihm wird Seide hergestellt. Der Kokon besteht aus einem einzigen, über 500 Meter langen Faden, der maschinell ab- und auf Spulen aufgewickelt wird.

Schlupf
Erreicht die Puppe das Endstadium der Entwicklung, ist sie dunkler gefärbt; oft kann man die Flügelzeichnung durch die Puppenhülle erkennen. Die Puppe platzt auf und der Falter schlüpft. Bei Kokons verlässt der Falter entweder durch den Deckel das Gespinst oder er zwängt sich nach draußen. Danach beginnt er Luft in den Körper zu pumpen, um die Puppenhülle weiter aufplatzen zu lassen. Danach zieht er den Körper aus der Hülle und klammert sich mit den Beinen außen fest. Die Flügel hängen noch schlaff vom Körper, sie werden aufgepumpt, indem die Falter Blut in die leeren Adern pumpen. Sind die Flügel zur vollen Größe ausgefaltet, haben sie sich gleichzeitig geglättet. Jetzt verlieren die Flügeladern ihre Funktion, sie trocknen ebenfalls ein. Die Flügel trocknen, der Falter scheidet Stoffwechselprodukte der Puppenzeit aus. Jetzt kann der Falter zu seinem ersten Flug starten, er kann sich paaren und mit der neuen Eiablage vollendet sich der Leben.
Die Lebensdauer der Falter ist unterschiedlich, zwischen einem einzigen Tag bis zu zehn Monaten.

Natürliche Feinde
Falter und Raupen sind sehr vielen Fressfeinden ausgesetzt. Hauptfeinde sind insektenfressende Vögel.

Es gibt auch viel auf Schmetterlinge spezialisierte Räuber und Parasiten bzw. Parasitoide, z.B. einige Wegwespen-, Schlupfwespen-, Erzwespen-, Brackwespen- und Fliegenarten. Die Silbermundwespe beispielsweise lähmt kleine Falter mit ihrem Gift. Unter den Käfern leben vor allem Puppenräuber von Raupen.

Verbreitung und Lebensräume
Schmetterlinge passen sich einem großen Spektrum von Umweltbedingungen an. Sie kommen fast überall vor. Als Pflanzenfresser sind sie an die Flora und die Vegetationsperioden gebunden.
Schmetterlinge kommen bis in große Höhen vor, z. B. der Matterhornbär, der bis 3200 Metern ü. M. vorkommt oder der nordamerikanische
Colias Meadii, der bis 3600 Meter ü. M. vorkommt. Schmetterlinge sind vor allem in den Tropen artenreich, da hier ideale Temperaturbedingungen für ihre Lebenstätigkeit vorherrschen. Die Artenvielfalt nimmt nach Norden hin ab. Diese klimatische Abhängigkeit ist auch in Gebirgslagen feststellbar, die Zahl der Arten nimmt hier mit zunehmender Höhe ab. Ihre Ausbreitung wird durch die artspezifischen Voraussetzungen an die Temperatur und Luftfeuchtigkeit, aber auch durch das Vorkommen der Raupenfutterpflanzen begrenzt.

Gefährdung und Schutz
Zahlreiche Schmetterlingsarten sind gefährdet. In Europa ist die wichtigste Ursache dafür der Verlust von Lebensräumen. Feuchtgebiete wurden entwässert, Land wurde aufgeforstet oder bebaut und die Landwirtschaft wurde intensiviert. Oft wird wichtigen Futterpflanzen der Schmetterlinge die Wachstumsgrundlage entzogen und die an sie angepassten Schmetterlingsarten können sich ohne sie nicht mehr entwickeln. Auch das Verwildern von gerade durch den Menschen entstandenen Gebieten, wie Heiden und Halbtrockenrasen, die ohne die anhaltende Nutzung, z. B. als Schafweide, verbuschen, verringert die Lebensräume. Nachtfalter werden durch Straßenbeleuchtung und andere Beleuchtungen angezogen und verharren die ganze Nacht in deren Nähe. Am nächsten Tag werden sie entweder von Vögeln gefressen, oder sie sterben an Unterernährung oder Erschöpfung.
Etliche Arten sind auf ganz spezielle Landschaftsformen angewiesen. Arten verschwinden, wenn ihr Biotop zerstört oder verändert wird. Die Ursachen für die Verdrängung sind teilweise komplex und noch ungenügend erforscht.

Ökologische Bedeutung
Schmetterlinge eignen sich aufgrund ihrer vielfältigen und sehr engen Bindung an nur wenige Pflanzenarten in der Natur- und Landschaftsplanung als sogenannte Zeigertiere. Zu wichtigen Bioindikatoren zählen unter anderem verschiedene Vertreter aus der Familie der Widderchen. In der Dübener Heide haben Untersuchungen gezeigt, dass einige Arten aus der Familie der Bärenspinner als Bioindikatoren Bedeutung erlangen können. Es handelt sich hierbei um das Rosen-Flechtenbärchen, das Rotkragen-Flechtenbärchen und das Dottergelbe Flechtenbärchen. Diese Arten kommen vor allem in Gebieten vor, in denen etwa die Hälfte einer Fläche mit Flechten bewachsen sind. Das Fehlen dieser Arten in Gebieten mit weniger als 10% Flechtendominanz wird mit hoher Wahrscheinlichkeit auf Immissionen von Schadstoffen zurückgeführt. Generell gilt, dass unbeeinflußte Gebiete eine hohe Artenzahl, stark immssionsbelastete Gebiete eine niedrige Artenzahl aufweisen.

Entwicklungsgeschichte
Die Entwicklungsgeschichte der Schmetterlinge beginnt vor etwa 135 Millionen Jahren, also mit Beginn der Kreidezeit. Die Entstehung und die Entwicklung der Schmetterlinge ist eng verbunden mit dem Erscheinen der Blütenpflanzen und ohne diese nicht denkbar. Den Schmetterlingen gelang es letztlich, alle Bereiche des Festlandes zu erobern.
Älteste fossile Funde reichen jedoch deutlich weiter zurück. In Deutschland wurde ein versteinertes Exemplar von einem fossilen Schmetterling gefunden, das etwa 185 Millionen Jahre alt ist. Damals hatten die Falter aber noch Beißwerkzeuge anstelle eines Rüssels. Forscher fanden in sibirischen Sedimentgesteinen aus der Kreidezeit fossile Schmetterlinge. Einige Tiere dieser Art verfingen sich im Harz von Nadelbäumen und wurden im Bernstein konserviert. Beide Arten werden der Familie Urmotten zugeordnet.
Die am weitesten entwickelte Gruppe der Schmetterlinge, und somit auch die jüngste, sind die Familien der Tagfalter. Hier stammen die ersten Belege aus dem Tertiär. Tagfalter sind danach zirka 50 Millionen Jahre alt.

Wirtschaftliche Nutzung
Die Spinnfäden der Raupen der in Ostasien beheimateten
Echten Spinner, bes. die der Seidenspinner, sind der Rohstoff für die allseits bekannte Reine Seide, eine Textilfaser. Um das Garn zu gewinnen, werden die Puppen etwa am zehnten Tag nach Fertigstellung des Kokons mit kochendem Wasser oder heißem Dampf getötet. Der Spinnfaden wird vorsichtig abgewickelt und vor der Weiterverarbeitung in der Seidenweberei sorgfältig gereinigt.
Die Raupen der Echten Spinner werden zur Gewinnung von Seide in China, Japan, Indien und in Südeuropa gezüchtet. Durch Kreuzungen erhält man Seidenfäden unterschiedlicher Farben. Diese Raupen ernähren sich ausschließlich von den Blättern der Maulbeerbäume, die für ihre Zucht kultiviert wurden und auch in Europa importiert wurden.
Da sich Schmetterlinge fast ausschließlich von Nektar ernähren, sind sie auch für die Bestäubung von Blüten wichtig, ein Vorteil für die Landwirtschaft.

Schädling
Landwirtschaftliche Monokulturen bieten auch für bestimmte Schmetterlingsarten optimale Bedingungen, um viele Artgenossen zu entwickeln. Besonders in den Tropen und Subtropen ist dies der Fall , da sich hier die Tiere aufgrund der die günstigen Temperaturen schnell entwickeln. Natürlich kommt es durch die Raupen zu Kulturschäden. Die Raupen der Kohlweißlinge können z.B. ganze Kohlfelder vernichten. Andere Arten, z.B. die Eichenwickler, gelten als Forstschädlinge. Aber auch in Europa kommt es immer wieder zu Massenvermehrungen, die zum Kahlfraß führen. Die Bäume können durch zusätzliche Faktoren wie Trockenheit schließlich absterben. Eichen jedoch können sogar einen mehrjährigen Befall überleben.
Andere Schmetterlingsraupen entwickeln sich in Obst, Kartoffeln, Blumenzwiebeln, Baumwolle oder Samen. Massenentwicklungen dieser Tiere können ein Problem sein. Insektizide helfen, aber die biologische Schädlingsbekämpfung durch Aufgestellen von Nistkästen für Vögel ist umweltfreundlicher. Daneben werden auch Lockstofffallen eingesetzt.
Besonders erwähnenswert ist die Kleidermotte. Ihre Raupen ernähren sich von einer Vielzahl verschiedenster tierischer Substanzen wie Wolle, Filz, Federn, Seide und Pelz und werden dadurch manches Mal im Haushalt zum Problem.

Krankheitsüberträger
Einige subtropische Arten, die sich von Tränenflüssigkeit und/oder Säugetierblut ernähren, können auf mechanischem Wege diverse Infektionskrankheiten übertragen.

                                                                                                                            

siehe auch:
Schmetterlingshaus in Zittau                                                                  Bilder: © Monika Frunzke  

Internet-Links:

http://www.wissen.de//wissen/natur/lebewesen/index.html

http://www.augenblicke-eingefangen.de/schmetterlinge.php

Seite erstellt: 2006
Seite geändert: 29.01.2010

 

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