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Biologie
Mäuse




Die Feldmaus

 

Habt ihr schon mal kleine Mäuschen in unmittelbarer Nähe gesehen? Wenn sie euch mit ihren kleinen Kulleraugen anschauen? - Irgendwie ein faszinierendes Bild.

Die Feldmäuse sind also Nagetiere, sie gehören zur Unterfamilie der Wühlmäuse. Die Gattung umfasst ca. 50 Arten, die in Nordamerika, Europa und Asien leben.
Die Feldmaus ist das häufigste einheimische
Säugetier. Sie lebt in Gärten und auf den Feldern. Die Feldmaus gräbt sich fast immer eine Wohnhöhle in etwa 50 cm Tiefe. Manchmal verirrt sie sich aber auch in einen Schuppen oder Keller.

Äußere Merkmale
Feldmäuse sind 9 bis 12 cm lang, dazu kommt der auffällig kurze Schwanz von etwa 4 cm. Feldmäuse sind relativ leicht, sie wiegen zwischen 20 und 50 g. Der Körper ist gedrungen, und der Kopf endet in einer stumpfen Schnauze.
Es treten verschiedene Farbvarianten auf: die Oberseite ist dunkelbraun, rotbraun, hellbraun oder graubraun. Die Flanken dei Tiere sind heller, und der Bauch ist meistens hellbraun. Die Augen sind klein, dunkel und gut sichtbar, die Ohren und Hinterfüße sind recht klein.

Lebensweise
Die Feldmaus ist ein Pflanzenfresser, sie frisst Wurzeln, Halme und Getreidekörner, Gras, Kräuter, Sämereien, Wurzeln und Rinde. Sie bewohnt offene und trockene Lebensräume wie Felder und Wiesen.
Sie lebt in Kolonien, in weit verzweigten Gängen dicht unter der Erdoberfläche. Die Ausgänge sind oberirdisch durch feste Wege miteinander verbunden, die im Winter unter der Schneedecke freigehalten werden.
Ebenso wie das Eichhörnchen besitzt die Feldmaus ein Nagetiergebiss.
Feldmäuse halten keinen Winterschlaf. Sie legen während des Sommers in ihrem weit verzweigten unterirdischen Gangsystem eine Vorratskammer für den Winter an, mit ihren Vorräten gehen sie sehr sparsam um..
Feldmäuse haben viele Feinde, wie zum Beispiel den Fuchs, Marder, Mauswiesel, Bussard und Eulen und andere Greifvögel. Und ganz sicher auch den Menschen. Aufgrund der großen Vermehrungsfähigkeit gilt der Bestand allerdings nie als gefährdet. Das Weibchen bringt von Februar bis Ende Oktober nach einer Tragzeit von drei Wochen 3 bis 15 Junge zur Welt. Die Mäusejungen werden in einem dichten Nest aus feinen Grashalmen geboren. Sie wachsen langsamer heran als die Jungen der Hausmaus. Ihr gelbbraunes Fell erhalten sie erst im zweiten Jahr.  
Die Jungen sind bereits nach 11 bis 13 Tagen geschlechtsreif.

Verbreitung
Die Feldmaus tritt auf Äckern und Wiesen der gesamten nördlichen Halbkugel auf, besonders an feuchten Stellen, gerne mit wilder und dichter Vegetation, speziell entlang von Gräben, Böschungen und Waldrändern. Sie ist das häufigste Säugetier in Mitteleuropa. Dabei nimmt diese Zahl in Zyklen von mehreren Jahren periodisch zu und dann schlagartig wieder ab.

Seite erstellt: 2006
Seite geändert: 20.01.2010

 

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