
|
|
|||
|
|

Biologie
Säugetiere
Der Ameisenbär
Zahnlose Ameisenfresser
Wir
kennen Ameisenbären nur aus Filmbeitragen, von Bildern oder aus Zoologischen
Gärten, denn sie leben heut im Gebiet von Südmexiko bis Paraguay.
Die
zu den Nebengelenktieren gehörenden Ameisenbären
entwickelten sich in Südamerika. Dorthin waren ihre Vorfahren vor rund 65 Millionen Jahren
von Nordamerika aus gewandert.
In Südamerika lebten diese Tiere sehr lange isoliert und das ermöglichte
ihre Sonderausbildung als zahnlose Ameisen- und Termitenfresser. Vor etwa
zwei
bis drei Millionen Jahren wanderten sie durch die Landbrücke
von Panama zum nördlichen Amerika und bis nach Mittelamerika.
Damit endete ihre Isolierung.
Gattungen
Einst
existierten von ihnen
acht Gattungen. Heute nur noch drei übrig.
Die Myrmecophaga
sind bei weitem die
größten,
sie leben nur auf dem Boden.
Die
Tamanciua und Cyclopes
wurden zu Baumbewohnern.
Wahrscheinlich kam es zu dieser Entwickung, weil einst eine häufige Überschwemmungen ihrer Wohnwälder
stattfand.
Großer
Ameisenbär
Der
Große Ameisenbär ist die einzige Art, die zu den Myrmecophaga
gehört. Er ist
160-210 cm lang, sein Gewicht erreicht 30 bis
35 kg. Die Männchen sind meistens größer als die Weibchen.
Körperbau
Der
Ameisenbär besitzt mittelhohen, stämmige Beine,
der darauf ruhende Rumpf ist hochrückig.
Am Rumpf sitzt ein kräftiger hals, , sich der zu dem schmalen Kopf zu immer
schmaler wird. Der
Kopf wiederum geht in eine lange röhrenförmige Schnauze über. Seine
runden Ohren, die Augen und die Mundspalte sind klein. Während
der Körper von
mittellangen Haaren bedeckt wird, sind diese am Kopf kurz und fein. Der
Schwanz
sieht wie eine Art großer Federbusch aus.
Seine Kiefer sind lang,
dünn, röhrenförmig und zahnlos. Die
Mundöffnung zist nur so groß, dass die von Speichel bedeckte, bis 55 cm lange
Zunge hindurch kann.
Von den 5 amr Vorderfuß sitzenden Zehen ist die
3. stark entwickelt ist.
An dieser sitzt eine
etwa
10 cm lange Sichelkralle. Um gehen zu können, müssen diese dabei nach innen eingeschlagen
werden. Mit dem Hinterfuß tritt mit der ganzen
Sohle auf.
Lebensweise
Der Große Ameisenbär ist
ein Einzelgänger, er lebt am Boden der Wälder, Sumpfgebiete und in den
Savannen. Um die Ameisen zu schnüffeln, bewegt er sich langsam. Relativ
schnell, aber holpernd bewegt er sich, wenn Gefahr droht. Wird er bedroht,
stellt er sich auf die Hinterbeine und teilt mit den Krallen Hiebe aus.
Damit wird er von seinen Feinden gefürchtet, und das sind nicht nur Hund, Puma, Jaguar,
sondern auch der Mensch.
Er hat kein festes Revier und ist er hauptsächlich tagsüber aktiv, in dicht besiedelten
Gebieten jedoch wird er zum
Nachttier. Er sieht nur
mäßig gut, hört aber scharf, am besten ist der Geruchssinn entwickelt.
Ernährung
Seine Nase
macht alle am Boden krabbelnden Ameisen aus Diese fängt er mit seiner Zunge. Neben Ameisen
verzehrt er auch Termitent. Insgesamt verzehrt er täglich bis zu 35 000
Einzeltieren.
Beim
Einziehen der Zunge kratzen nach hinten gerichtete Hornpapillen
an Gaumen und Wangenfalten die Beute ab, sodass
sie verschluckt werden kann. Die Magenwände
zerreiben sie dann. Ab und zu verzehrt
er auch
Früchte. Als Ballaststoffe nimmt er einen Anteil Erde, Sand und winzige Ästchen,
aber auch kleine Steine.
Fortpflanzung
Als Einzelgänger
kommt es nur zu einem Kontakt zwischen Männchen und Weibchen, wenn er das
brünstige Weibchen
wittert. Nach einigen
spielerischen, der Synchronisation des Verhaltens dienenden Annäherungsversuchen, erfolgt
die Begattung. Dann trennen sie sich
wieder.
Nach180-190 Tagen wird voll entwickeltes
Laufjunges geboren, es klettert der Mutter
sofort auf den Rücken. Auf der Seite liegend,
lässt die
Mutter es saugen und leckt es sauber. Beide sehen gleich aus,allerdengs
hat
das Junge zusätzlich einen weißen Streifen auf dem Rücken, der sich beim Sitzen auf Mutters Rücken deren weißem Flankenstreifensaum anpasst. So ist es kaum zu entdecken.
Wenn das Junge den Körperkontakt
zur Mutter
verliert, stößt es helle Trillerlaute aus. Nach einem Monat
beginnt das Junge, notfalls zu galoppieren, aber die Mutter trägt es noch lange. Nach
einem Jahr aber ist es ausgewachsen und auch bei der Ernährung selbständig.
Gefährdung
Diese
Tiere sind durch Bejagung
und die Kultivierung
des Landes in seiner natürlichen
Umgebung gefährdet. Sie unterliegen dem Schutz durch das Washingtoner
Artenschutzübereinkommen.
Kleiner
Ameisenbär
Die Kleiner
Ameisenbären sind in zwei Arten, dem Nördlichen und dem Südlichen Tamandua, vertreten.
Verbreitung
Der
Nördliche
lebt von Süd-Mexiko bis
Kolumbien, Ecuador,
Nord-Peru und
ostwärts bis zum Andenkamm. Der Südliche
lebt im übrigen Südamerika östlich
des Andenkammes und südwärts bis Nord-Argentinien, Nord-Uruguay,
dem Südosten Brasiliens und auf Trinidad.
Zeichnung
Beide Arten ähneln
sich durch ein kurzes,
dichtes und harsches Fell, aber der Nördliche Tamandua weist meist auf hellem Untergrund eine westenförmige
dunkle Rumpfzeichnung auf. Es gibt aber auch schwarze, braune bis lohfarbene Tiere.
Die Zeichnung
des Südlichen Tamandua dagegen ist sehr unterschiedlich. Im Südosten
gibt es Tiere mit Weste, in Peru und Ecuador und entlang
des Amazonas gibt es schwarze Tiere. Es gibt aber auch unbewestete
Tiere. Ohren, Hand, Fußsohlen, die Spitze der Schnauze, aber z. T. auch der Schwanz sind
bei beiden Arten nackt. An der des Schwanzspitze sieht man die Beschuppung.
Lebensweise
Die Lebensraume
des Tamanduas
sind Wald und Savannenwald. Als
Einzelganger hält er sich hauptsächlich auf Bäumen auf. Er humpelt aber auch auf dem Boden umher,
galoppieren kann er nicht . Seine Ruhestätte, die Baumhöhle, verlässt er meist nachts. Er frisst
Baum- und Bodenameisen, aber auch Termiten.
Feinde
Der Kleine
Ameisenbär ist friedlich.
Katzen und Greifvögel sind seine natürlichen Feinde. Sein größter Feind jedoch
ist der Mensch,
der ihn mutwillig umbringt. Zur Verteidigung richtet er sich auf und breitet
die Arme aus, am Boden sucht er dabei Rückendeckung.
Kommt der Gegner auf Reichweite heran, schlägt er mit den Handkrallen zu und hält den Feind auf Abstand. Dabei faucht er (einziger Laut).
Manchmal wirft sich auf den Rücken, um den Feind auch noch
mit den Beinen abzuwehren. Wenn er aufgeregt ist, strömen die Analdrüsen ein nach Moschus riechendes Sekret
aus, das für die Feinde sehr unangenehm ist.
Fortpflanzung
Das Weibchen bekommt
je Wurf nur ein
Laufjunges. Es klettert der Mutter klettert auf den Rücken und wird lange von ihr getragen.
Bei ihrer Nahrungssuche setzt sie es manchmal auf einem Ast
ab.
Zwergameisenbär
Der
Zwergameisenbär
ist der einzige Vertreter dieser Art. Er
ist etwa so groß wie eine Ratte. Seine Länge
beträgt 16-23 cm, seine Schwanzlänge 16,5-29,5
cm, Er wird 300-400 g schwer. In Aussehen ähnelt er dem Tamandua, aber
er hat eine kürzere, dickere Schnauze mit größerem Mundspalt. Mit seinem Schwanz
kann er besser greifen. Hände und Füße dienen beim Klettern als Greifwerkzeuge. An der Hand sind die
2 längsten Finger, der 2. und 3., miteinander verwachsen, der 1. und 4.
sind so klein, dass sie nicht sichtbar sind, der 5. fehlt ganz.
Er hat ein sehr großes Polster
auf der Handflache, dieses dient als
Widerlager der Krallen beim Greifen. Ähnlich ist der vierzehige
Fuß beschaffen, er bietet ein umfangreiches,
knochengestütztes Sohlenpolster als Greifwiderlager. Das Fell ist weich, dicht
und
etwas gekräuselt.
Es ist n
goldgelb bis rötlichbraun, von Kopf bis
Kruppe sieht man einen dunklen Aalstrich .
Verbreitung und Lebensraum
Der Zwergameisenbär ist von
Süd-Mexiko bis Bolivien und im südlichen Brasilien verbreitet, westwärts jedoch nur bis
zum Fuß der Anden. Auch sein Lebensraum sind die Baumwipfel im Wald. Er hat er eine
große Ähnlichkeit in Farbe und Fell mit den Samenbüscheln des o Seidenwollbaums. Diese Anpassung schützt ihn gut
gegen seine Luftfeinde.
Lebensweise
Er klettert nachts gemächlich durch das Gezweig auf der Suche nach
Ameisen und Termiten. Aber im Gegensatz zu den anderen Gattungen verspeist er auch Bienen und Wespen. Tagsüber schlaft
er in einer Astgabel oder Baumhöhle. Wird er angegriffen,
verankert er sich mit seinem Greifschwanz
und schlägt mit seinen scharfen Krallen zu.
Einziger Laut der Art ist
ein leises Pfeifen.
Fortpflanzung
DAs Weibchen setzt ein Laufjunges ,
das von ihm getragen wird, manchmal auch vom Mannchen. Es wird von beiden
mit erbrochenem Insektenbrei gefüttert. Manncheb und Weibchen
scheinen während der Aufzucht paarweise zu leben. Das Junge wird auch vorübergehend in einer mit
trockenen Blättern gepolsterten Baumhöhle abgesetzt.
Internetlink(s)
http://www.tierenzyklopaedie.de/tiere/ameisenbaer.html
![]()
