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Biologie
Algen


Algen

Algen - Nicht jeder von uns liebt sie. Tauchen sie im Aquarium, im Gartenteich oder im Pool auf, hat man ganz schön zu tun, sie wieder zu vertreiben.
Algen sind mit rund 40000 bekannten Arten (geschätzt werden sogar etwa 280000) eine sehr arten- und formenreiche Gruppe niederer Pflanzen.
Sie leben im Wasser und können wie Landpflanzen eigenständig ihre organischen Nährstoffe photosynthetisch bilden. Dazu benötigen sie lediglich Licht, Kohlendioxid, Wasser und einige lebenswichtige Mineralstoffe. Alle Algen enthalten den grünen Farbstoff Chlorophyll, mit dem sie das Sonnenlicht einfangen,
Das wiederum löst die Photosynthese aus. Viele Algen haben zusätzlich andere Farbstoffe, sie sehen deshalb rot, brau oder gelb aus.
Braune Meeresalgen wie Blasen- oder Riementang gehören zu den größten und anatomisch kompliziertesten Algen. Viele werden mehrere Meter lang, einige erreichen Längen von mehr als 100 Meter. Sie vermehren sich geschlechtlich und ungeschlechtlich. Neben Einzellern gehören vielzellige Formen zu den Algen; die größten Formen haben die Braun-Algen.
Algen kommen in fast allen Biotopen vor; die meisten Arten sind aber an das Leben im Wasser gebunden. Sie bewohnen den Grund der Gewässer oder schweben als Plankton im Wasser.
Das Vorkommen bestimmter Algen erlaubt Rückschlüsse auf den Nährstoffgehalt oder Verschmutzungsgrad des Wassers. Die wichtigsten Gruppen der Algen sind die Kieselalgen, Grünalgen, Rotalgen und Braunalgen. (Blaualgen zählen heute zu den Bakterien und werden als Cyanobakterien bezeichnet.)

Aufbau der Riesenalgen
Braune Meeresalgen wie Blasentang oder Riementang zählen zu den größten und anatomisch kompliziertesten Algen. Viele werden mehrere Meter lang, einige sogar länger als 100 m. Sie sind wie die Landpflanzen mehrzellig. Am unteren Ende besitzen sie ein Haftorgan, mit dem sich die Alge am Geröll des Meeresgrundes festhält. Sie haben blattähnliche Strukturen, das sind die Organe, in denen die Photosynthese stattfindet. Doch der innere Aufbau dieser Riesenalgen ist wesentlich einfacher als der der Landpflanzen. Sie brauchen weder Wurzeln, mit deren Hilfe sie das Wasser absorbieren, noch besondere Gewebe wie die Landpflanzen, um das Wasser und die Mineralstoffe im Pflanzenkörper zu verteilen. sie können über die gesamte Körperoberfläche alle Stoffe aufnehmen, die sie zum Leben benötigen, auch das Kohlendioxid für die Photosynthese oder den Sauerstoff für die Atmung. Aber die Zellen dürfen keine allzu dicken Schichten bilden. Daher haben Algen nur wenige Zellschichten und flache oder fadenförmige Körperstrukturen.
Nur sehr große Braunalgen wie der Birnentang haben ein spezialisiertes Gewebe, das man mit dem der Landpflanzen vergleichen kann.
Unter den Süßwasseralgen sind wohl die Armleuchteralgen die am kompliziertesten gebauten Algen. Sie können über 1 m lang werden. Sie sitzt am Grunde von Teichen und bildet Verzweigungen an einem zarten Stiel.

Algen sind die Grundlage der Nahrungskette
Nicht die auffälligen Riesenalgen, sondern die ganz kleinen Algen sind von unschätzbarer Bedeutung für die Nahrungskette im Meer sind. Einzellige Algen bilden die Hauptmasse des pflanzlichen Planktons. Unter bestimmten Bedingungen kann es zu einer Massenvermehrung einer Alge oder "Algenblüte" kommen. Berühmt-berüchtigten dafür sind z.B. die Roten Tiden an der nordamerikanischen Küste, die das Meer rot färben. Dagegen
verursachen verschiedene Arten ein Meeresleuchten. Diese Algenblüte kann zahlreiche Fische und Schalentiere vergiften.
Aus Algen werden verschiedene Stoffe gewonnen, so auch eine Art Gelatine, die in bestimmten Lebensmittelzubereitungen und für die Aufzucht von Bakterien genutzt wwerden.

Wirtschaftliche Bedeutung
Den Algen kommt eine große Bedeutung zu, z.B. für die Selbstreinigung der Gewässer und die biologische Abwasserreinigung. Kommt es aber zu einer Massenvermehrung von Algen,  kann es zu schädlichen Konzentrationen von Algengiften kommen, was nicht nur zu Einbußen in der Fischereiwirtschaft und im Tourismus führen kann, sondern für Mensch und Tier schädlich ist.
Meeresalgen werden z. T. für die menschliche Enährung und als Futtermittel genutzt. Aus Rotalgen werden Agar-Agar (ein Geliermittel, das für die vegetarische Küche geeignet ist) und Carrageen (zur Herstellung sehr stabiler Gele oder auch zäher Flüssigkeiten. Es wird oft in Mischungen mit anderen pflanzlichen Verdickungsmitteln eingesetzt) gewonnen. Braunalgen finden bei der Jod- und Soda-Gewinnung Verwendung.

Killeralgen
Sie tötet die Meeresvegetation allein durch ihre enorme Ausbreitung und den dichten Wuchs ab. Die eigentlich aus warmen Tropengewässern stammende Killeralge hat sich erfolgreich an das Klima des Mittelmeers angepasst und ist dort ohne natürliche Feinde. Mit verschiedenen Verfahren versucht man nun, die Algenplage einzudämmen und zu beenden.
Für Badende ist sie völlig ungefährlich.

Seite erstellt: 2006
Seite verändert: 26.01.2010

 

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