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Bewerbung - Hinweise und Beispiele
Allgemeine Hinweise zu Bewerbungen
 

Bewerbungsschreiben
Das Bewerbungsschreiben ist ein offizielles Schreiben mit Briefcharakter. Es handelt sich gewissermaßen um eine Werbung für den Schreiber selbst mit dem Ziel, sich für eine ausgeschriebene (berufliche) Position als am besten geeignet vorzustellen. Das Bewerbungsschreiben hat aber nicht nur werbenden Charakter, es soll den Leser auch über den Schreiber und seine Fähigkeiten informieren. Diese Information soll möglichst positiv, aber auch sachlich sein. Der Brief steht stellvertretend für den Bewerber. Er ist der erste Berührungspunkt zwischen Verfasser und Adressaten. Das Schreiben soll einen guten Eindruck vom Bewerber vermitteln und seinen Wunsch, eine bestimmte Stelle anzutreten, deutlich machen. Die dafür notwendigen fachlichen Voraussetzungen werden im Einzelnen aufgeführt. Das Bewerbungsschreiben soll die Voraussetzungen für ein persönliches Vorstellungsgespräch schaffen und muss daher das Interesse des Arbeitgebers für den Bewerber in besonderer Weise wecken. Bestandteile einer Bewerbung

Zu einer ordnungsgemäßen Bewerbung gehört Folgendes

a) das Bewerbungsschreiben
          
b) der Lebenslauf
          
c) Zeugniskopien
          
d) Praktikumsbescheinigungen, falls nötig und vorhanden
          
e) evtl. Referenzen
          
f) ein Lichtbild des Bewerbers

AIle diese Bestandteile sollten bei einer ordnungsgemäßen und vollst
ändigen Bewerbung eingereicht werden. Wichtig ist, dass man nur Zeugniskopien aus der Hand gibt, nie aber Originale.

Inhalt des Bewerbungsschreibens
Neben der schriftlichen Vorstellung des Bewerbers selbst gibt das Bewerbungsschreiben vor allem Auskunft über sein speziel
les Interesse an der ausgeschriebenen Position. Es legt außerdem dar, warum er sich für deren Übernahme besonders geeignet hält.
Im Einzelnen muss der Empfanger dem Bewerbungsschreiben Folgendes entnehmen können
• Daten zur Person, wenn noch kein persönliches Verhältnis zwischen Firma und Absender besteht.
• Die Bezugnahme auf das Angebot; der Schreiber muss deutlich machen, auf welches Angebot des   Arbeitnehmers er sich bewirbt. Die angestrebte Position muss deutlich genannt werden. Meist bezieht
  man sich auf eine Annonce in einer Zeitung. Es gibt
aber auch Bewerbungen, die keinen Bezug zu einem
  speziellen Angebot haben, sondern "frei" von einer Ausschreibung sind
. In diesem Fall ist es besonders
  wichtig, dass man seine genauen Vorstellungen darüber darlegt, welche Tätigkeit man überhaupt
  ausüben will.
• Den Ausbildungsgang des Bewerbers; hier ist im Rahmen des Bewerbungsschreibens in erster Linie an
  Ausbildungen gedacht, die in direktem Zusammenhang mit dem angestrebten Berufsbild des Bewerbers
  stehen. Weitere für den Beruf nicht direkt relevante Ausbildungsgänge sollten dennoch in der Bewerbung
  genannt werden, denn
Zusatzqualifikationen sind bei der Vergabe von Stellen oftmals von großer
  Bedeutung.
• Die besondere Eignung für diese Stelle; dabei kann es sich um Berufserfahrung auf diesem Gebiet oder
  um besondere persönliche Voraussetzungen handeln, die man mitbringt und die für die Position u.U.
  hilfreich sind. Es kann sich dabei auch um Zusatzausbildungen handeln. Ausbildungsgänge sollten nur
  dann erwähnt werden, wenn man sie auch mit Zeugnis oder einem anderen N
achweis belegen kann.
  Persönliche Eignungen hingegen sind kaum, a
llenfalls durch Referenzen belegbar.
• Die Bitte um ein Vorstellungsgespräch; die Chancen, in einer Firma eingeste
llt zu werden, erhöhen sich
  durch die Ladung zu einem Vorstellungsgespräch meist erheblich. Erwähnt man, dass man gern eine
  solche Chance wahrnehmen würde, zeigt man, dass man vor einer persönlichen Begegnung keine Scheu
  hat und unterstreicht die Dringlichkeit des Interesses.
  Auch Lohn- und Gehaltsvorstellungen können in einem Bewerbungsschreiben genannt werden,
  besonders dann, wenn der Stellenanbieter ausdrücklich darum bittet. Man sollte sich allerdings vorher
  erkundigen, welches Geha
lt branchenüblich ist.
Beachte:

Es ist selten chancenreich, unvollständige oder mit Rechtscheib-/Grammatikfehlern versehene Bewerbungsunterlagen zu verschicken. Viele Arbeitgeber prüfen hier ganz schematisch: Ist vom Lebenslauf bis zu den Zeugniskopien alles vorhanden, ist das Schreiben fehlerfrei wird weitergeprüft; fehlt etwas oder sind Rechtschreibfehler da, folgt die Absage.
In Ausnahmefällen kann man mit Massenkurzbewerbungen Glück haben. Zumindest werden Anschreiben, Lebenslauf mit Lichtbild und Zeugnisse erwartet. Oft helfen zusätzliche Arbeitsproben, in Ausnahmefällen Referenzen.
  
Informiere dich rechtzeitig bei der Firma, bei der du dich bewerben möchtest, welche weiteren Unterlagen mit abzugeben sind. Das können z.B. ein Polizeiliches Führungszeugnis, ein Allergietest, ein Höhentauglichkeitstest, Arbeitsproben … sein. 
Frage bei der Firma nach, an wen das Schreiben zu richten ist - sprich den Empfänger möglichst persönlich an. Das zeugt u.a. von deinem Interesse an diesem Beruf bzw. dieser Firma.
Bei sehr vielen Bewerbungen entscheidet im ersten Durchsehen oft die äußere Form, ob Sie zum Zuge kommen. Deshalb: Beweise, dass du formvollendet einen Geschäftsbrief (= die Bewerbung) schreiben kannst.

Zur äußeren Form der Bewerbung
Auch die Form eines Bewerbungsschreibens sollte darauf angelegt sein, den Leser möglichst schnell und sachlich zu informieren. Dies geschieht durch die Beachtung von vier allgemeinen Punkten

• a) notwendige Angaben

b) Reihenfolge

c) Genauigkeit
     •
d) Schlichtheit

Zu den notwendigen Angaben zählen zuerst die persönlichen, wie Name und Anschrift. Weiter gehört dazu die chronologische Darstellung des Ausbildungsweges, der im nachfolgenden Lebenslauf detaillierter zu beschreiben ist. Bei der Reihenfolge ist ganz besonders der logische Aufbau zu beachten. Es dürfen keine Gedankensprünge gemacht werden. Die Genauigkeit wird durch präzise Angaben gewährleistet. Dabei versucht man sich vorzustellen, welche Fragen der Leser an den Bewerber stellen könnte. Entsprechende Informationen sollte die Bewerbung knapp und genau vermitteln. Die Schlichtheit bezieht sich sowohl auf die äußere Form als auch auf den Inhalt. Die Bewerbung soll informieren, auch ein wenig werben, im Ganzen aber eher zurückhaltend formulieren.

Eine Bewerbung wird auf einen weißen unlinierten DIN-A4-Bogen geschrieben; privates Briefpapier ist nicht geeignet. Ein solcher Brief sollte maschinenschriftlich angefertigt werden. Das einwandfrei saubere Äußere ist besonders wichtig, weil das Bewerbungsschreiben die erste Begegnung des Lesers mit dem Absender ist. Man sollte sich immer darüber im Klaren sein, dass die Kandidatenauswahl bereits bei der Durchsicht der Bewerbungsschreiben beginnt. Kennt man denjenigen, an den sich die Bewerbung richten soll, so fällt die Anrede natürlich persönlich aus, meist mit der Formulierung: "Sehr geehrte(r) Herr/Frau X". Die Grußformel "Hochachtungsvoll" ist heute nicht mehr gebräuchlich.

Selbstverständlich wird bei allen Unterlagen das Papier nur einseitig beschrieben. Ansonsten gelten die allgemeinen Richtlinien für Geschäftsbriefe und Briefumschläge. In das untere rechte Viertel des Umschlags schreibt man die Anschrift und in das obere linke den Absender.

Formaler Aufbau eines Bewerbungsschreibens

Absender, Datum

(evtl. Lichtbild)

Adresse

Betreff: Bewerbung als ... (Berufsangabe) Ihre Anzeige in ...

Anrede

Sehr geehrte Damen und Herren

Text

Grußformel

Mit freundlichen Grüßen

Unterschrift

Vor- und Familienname

Anlagen

Anzahl

 


Beachte:
Deine Bewerbung repräsentiert dich!
Vorurteil: wie die Bewerbung, so der Bewerber.
Wie würdest du jemanden einschätzen, der eine vorgedruckte Bewerbung aus dem Schreibwarenladen nötig hat? Welchen Eindruck hättest du bei rosa Briefpapier? Welche Chance gäbest du jemandem, der sich mit einer Postkarte bewerben würde?
Aber weil die Bewerbung genau dich repräsentieren soll, gibt es nicht „die beste“ aller Bewerbungsformen. Besonderheiten sind erlaubt!
Als Faustregel gilt: Wenn schon auffallen, dann positiv. Zeige, dass du weißt, was gefordert wird. Das gilt z.B. für alle Äußerlichkeiten: Verpackung, Adressieren, Frankieren, Mappen und Hüllen, Briefblätter, Kopien, Foto.
     

 

Lebenslauf

Der Lebenslauf ist ein Bestandteil der Bewerbung. Wenn für eine Bewerbung verlangt oder darauf hingewiesen wird, die vollständigen Unterlagen einzureichen, gehört immer auch ein Lebenslauf dazu. Der Lebenslauf soll den Arbeitgeber darüber informieren, wie der Bildungsgang des Schreibers aussieht, welche Tätigkeiten er bisher in seinem Leben ausgeführt hat und wie seine familiären Umstände aussehen. Der Leser erhält auf diese Weise einen kleinen Einblick in die Persönlichkeit des Schreibers. Dabei ist der berufliche Werdegang des Schreibers besonders wichtig. Er sollte präzise und detalliert dargestellt werden.

Inhalt des Lebenslaufs
Zum Inhalt des Lebenslaufs gehören zunächst einmal die persönlichen Daten: der eigene Vor- und Familienname, bei Verheirateten auch der Geburtsname. Dann folgen Geburtsdatum und -ort. Auch Angaben über die Eltern können aufgeführt werden; hier reichen allerdings die Namen und die Berufe, die derzeit ausgeübt werden. Die Religionszugehörigkeit kann man nennen, muss es aber nicht. In manchen Lebensläufen ist dies natürlich wichtig, zum Beispiel bei einer Bewerbung um eine kirchliche Stelle. Die lückenlose Darstellung der schulischen Ausbildung umfasst die Grundschule bis hin zum Schulabschluss und erwähnt auch einen eventuellen Schulwechsel. Die berufliche Entwicklung muss genau beschrieben werden. Sie beginnt mit der Berufsausbildung oder dem Studium. Alle Ausbildungen, die man absolviert hat, werden aufgeführt, auch wenn sie nicht unmittelbar mit der Bewerbung zu tun haben. Die ausgeübten Tätigkeiten werden aufgezählt, die Firmen, in denen man gearbeitet hat, mit dem Namen genannt. Auch besondere Fähigkeiten, die man außerhalb des Berufslebens erworben hat, sind Bestandteil des Lebenslaufs, zum Beispiel Internet-Kenntnisse oder das Beherrschen einer Computersprache. Die genannten Fähigkeiten sollten in einem Zusammenhang mit dem angestrebten Aufgabenfeld stehen. Immer erwähnenswert sind Fremdsprachen, die man beherrscht. Sie sind in fast jedem beruflichen Zusammenhang relevant. Angaben zu eigenen Persönlichkeitsmerkmalen - von der Einschätzung des Charakters bis hin zu Hobbys - sind problematisch und gehören generell nicht in den Lebenslauf, es sei denn, solche Angaben würden eigens gefordert. Dies ist gelegentlich bei speziellen Bewerbungen zu Prüfungen notwendig.

Formen des Lebenslaufs
Es gibt grundsätzlich zwei verschiedene Formen, einen Lebenslauf anzufertigen.

• l. der eher seltene ausführliche Lebenslauf und
      • 2. der gebr
äuchlichere tabellarische Lebenslauf


Ausführlicher Lebenslauf
Der ausführliche oder auch gebundene Lebenslauf hat die Merkmale eines Aufsatzes. Der Verfasser schreibt gewissermaßen einen Aufsatz über sein Leben, allerdings nur mit den oben genannten inhaltlichen Angaben. Es handelt sich nicht um eine biografische Erzählung, sondern eher um einen Bericht über die wichtigsten Stationen des Lebens. Der gebundene Lebenslauf ist ausführlich und gibt einen genauen Einblick in die Lebensabschnitte des Schreibers. Der Leser kann daran zugleich auch die schriftliche Ausdrucksfähigkeit des Schreibers erkennen. Für den Beruf nicht relevante Einzelheiten gehören nicht in den Text.

Gliederung des ausführlichen Lebenslaufs
Der ausführliche Lebenslauf wird maschinenschriftlich oder handschriftlich angefertigt. Er dient manchmal als Grundlage einer graphologischen Untersuchung. Die Schrift soll sauber und gut leserlich sein, der Lebensiauf ist eine Art Aushängeschild seines Schreibers. Wenn eine handschriftliche Version gewünscht wird, sollte mit einem Füllfederhalter, nicht mit Kugelschreiber oder Filzstift geschrieben werden. Wie bei der Bewerbung wird ein weißer, unlinierter DIN-A4-Bogen verwendet. Rechtschreibfehler dürfen nicht vorkommen, bei Schreibfehlern schreibt man besser alles neu.
Oben links auf dem Blatt stehen Name und Adresse des Schreibers, daneben das Datum. Darunter schreibt man das Wort "Lebenslauf
"; danach beginnt der Text. Eine Anrede gibt es beim Lebenslauf nicht, auch dann nicht, wenn der Adressat eine namentlich bekannte Person Ist. Am Ende des Lebenslaufe steht die Unterschrift des Verfassers.

Aufbau des ausführlichen Lebenslaufs
Am Anfang des Textes stehen der eigene Name, Geburtsdatum und -ort. Angaben über die Eltern und deren Berufe kann man in den Anfang einbeziehen:

Am . . . wurde ich als l. Kind des Schlossers Willi Schmilz und seiner Ehefrau, der Hausfrau Anne Schmitz, geb. Meier, in Frankfurt geboren.

Danach geht es chronologisch weiter, mit der schulischen Ausbildung und dem beruflichen Werdegang. Angaben zur eigenen Eheschließung oder zu Kindern werden entweder im zeitlichen Zusammenhang erwähnt oder bereits zu Beginn genannt. Den Schluss bilden die derzeitige Tätigkeit und möglicherweise ein Ausblick auf das, was der Schreiber in der Zukunft als Arbeitsfeld anstrebt, oder auch ein bevorstehendes Examen oder ein Schulabschluss.

Tabellarischer Lebenslauf
Die kürzere und heute sehr häufig benutzte Form ist die des tabellarischen Lebenslaufs. Er ist meist weit kürzer und stärker formalisiert als der ausführliche und hat manchmal bereits den Charakter eines Formulars. Manche Firmen bieten ihren Berwebern im Internet bereits vorgefertigte Lebenslaufformulare an, die nur ausgefüllt werden müssen. Der tabellarische Lebenslauf hat eine ähnlich starke Aussagekraft wie der ausführliche, und sein Informationswert ist genauso hoch. Die Angaben sind oft nicht in einen ganzen Satz gekleidet, sondern nur stichwortartig formuliert. Durch seine Übersichtlichkeit erlaubt er eine schnelle Information des Lesers. Ein Passfoto wird dem Lebenslauf hinzugefügt und in die obere Ecke geklebt.
                                                                                            
                                                                                                             Einige Beiträge dazu: Maik Borisch

 

 

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